Unterstützung eingebrochen: Deutsche lehnen Klima-Bewegung fundamental ab
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- Zwei Drittel der Deutschen unterstützen die Klimabewegung nicht.
- Noch mehr lehnen die Protest-Aktionen strikt ab.
- Autoren sprechen von neuer „Einhelligkeit beim Negativurteil“.
Die Klimabewegung in Deutschland hat sich von einem sympathischen Massenphänomen zu einer radikalen Bewegung entwickelt, die von der deutschen Bevölkerung fundamental abgelehnt wird: 66 Prozent der Deutschen unterstützen die Klima- und Umweltbewegung nicht, 85 Prozent, also 7 von 8 Deutschen, sagen, die Protestaktionen – wie etwa die der Klimakleber – gehen zu weit.
Das zeigen Daten der Organisation „More in Common“, die sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen will und 2.016 Menschen durch das Meinungsforschungsinstitut Kantar Public repräsentativ befragen ließ.
▶︎Auffällig: Die Aktionen der „Letzten Generation“, die seit Monaten mit Protestaktionen und Straftate auf sich aufmerksam machen, scheinen die Unterstützung für die Klimabewegung errodieren lassen – denn in nur zwei Jahren hat sich die Zustimmung für die Bewegung halbiert. „Die Verschiebungen in der Bewertung der Klima- und Umweltbewegung sind erheblich. Die allgemeine Unterstützungsbereitschaft gegenüber Klimaschützerinnen und -schützern hat sich de facto seit 2021 halbiert, von 68 auf 34 Prozent“, schreiben die Autoren.
Und weiter: „Auffallend ist auch, dass die Zustimmung zur Aussage ,Die Klima- und Umweltbewegung in Deutschland hat das Wohl der gesamten Gesellschaft im Blick' von 60 auf 25 Prozent abgestürzt ist.“
Bis vor einem Jahr bestimmten noch die Aktivisten von „Fridays for Future“ mit ihrer sehr bekannten Frontfrau Luisa Neubauer die politische Debatte und sorge zum Teil für Demonstrationen mit Hunderttausenden Teilnehmern. Inzwischen bestimmt die „Letzte Generation“ mit ihren Klebeprotesten die Öffentlichkeit – und zerstört die Unterstützung für die Gesamtbewegung.

Luisa Neubauer ist DAS Gesicht der deutschen Klimabewegung.
Riesen-Ablehnung der Protestaktionen
Das legt eine weitere Zahl nahe: 85 Prozent der Befragten gehen die Protestaktionen zu weit, nur acht Prozent unterstützen diese. Die Autoren erklären: „Im Jahr 2021 sagte dies lediglich rund die Hälfte der Befragten – und zwar mit großen Unterschieden zwischen eher unterstützenden und eher kritischen Segmenten. Heute herrscht dagegen eine neue Einhelligkeit beim Negativurteil.
Das bereitet Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) – auch wenn es nicht sein Verantwortungsbereich ist – Sorge: „Nachricht ist nicht gut, wenn Unterstützung sinkt. Daran werden wir arbeiten“, schrieb er bei Twitter.
Nachricht ist nicht gut, wenn Unterstützung sinkt. Daran werden wir arbeiten. Aber viel schlechter ist eine abstrakte Unterstützung der Klimabewegung die darauf beruht, dass NICHTS PASSIERT. Das war die Lage vor der Ampel. Jetzt beginnt der schnelle Ausbau erneuerbarer Energie https://t.co/3AbXJsWL2G
— Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) July 25, 2023
Julius Böhm
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