Vater von getötetem Marius: „Ich erwarte jetzt, dass Merz etwas bewegt“
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Eine knappe Woche ist es her, dass der 22-jährige Marius Dick grausam aus dem Leben gerissen wurde. Ein gleichaltriger Afghane stach ihm unvermittelt ein Messer ins Herz, wenig später war der junge Mann tot. NIUS hat mit seinen Eltern gesprochen.
An den Moment, als zwei junge Polizisten gemeinsam mit zwei Seelsorgern die Todesnachricht überbrachten, erinnert sich Vater Thomas Dick noch genau: „Marius ist tot? Was? Wieso? Das kann nicht sein. Der ist doch in Trier. Das gibt’s doch nicht. Wer macht denn so was?“
Hier sehen Sie das komplette Interview mit den Eltern von Marius Dick:
Elke Dick: „Ich bin zusammengebrochen“
Auch Mutter Elke Dick schildert den Moment als kaum in Worte zu fassenden Schock: „Als ich die Nachricht vom Tod meines Sohnes bekommen habe, bin ich zusammengebrochen und habe nur noch geschrien: ,Mein Kind, mein Kind, mein Marius. Das kann nicht sein.‘“
Der Schmerz sei seitdem nicht kleiner geworden. „Ständig denke ich, dass er gleich um die Ecke kommt und fragt: ,Mama, wann gibt’s was zu essen?‘“ Je länger die Tat zurückliege, „umso mehr macht sich ganz tiefe Verzweiflung in mir breit. Weil unser Kind nicht mehr heimkommt.“
Thomas Dick: „Hört auf, zu schweigen!“
Besonders bewegend beschreibt Vater Thomas den Abschied von seinem Sohn: „Keiner will sein totes Kind im Sarg liegen sehen. Diese Gefühle kann man nicht beschreiben.“
Aus ihrer Trauer leiten die Eltern zugleich einen politischen Appell ab. Vater Thomas Dick fordert: „Setzt euch zusammen mit allen Parteien, findet Lösungen und löst diese Probleme umgehend. Hört auf zu schweigen, sondern benennt diese Probleme.“
Nach einem Telefonat mit Bundeskanzler Friedrich Merz richtet er eine klare Erwartung an die Politik: „Ich habe mit der politischen Verantwortung gesprochen. Er hat mich angerufen. Ich erwarte jetzt natürlich auch, dass er irgendwas bewegt, dass er irgendwas in Gang setzt.“
Für die Familie ist das Interview mehr als nur ein persönlicher Einblick in ihre Trauer. Sie wollen verhindern, dass sich ähnliche Taten wiederholen. „Wir wollen, dass jeder weiß, was mit Marius passiert ist“, sagt Thomas Dick. Die Hoffnung sei, „dass man vielleicht irgendwas bewirken kann, dass da ein Stein zum Rollen kommt“ und Gewalttaten wie diese künftig verhindert werden.
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Janina Lionello
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