„Verbindungen zur Organisierten Kriminalität in den Niederlanden“: Polizei vermutet Mocro-Mafia hinter Explosionen in Köln
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Jetzt äußert sich die Polizei zu Explosionen in Köln! Seit Wochen herrscht Ausnahmezustand in der nordrhein-westfälischen Stadt Köln. Denn innerhalb weniger Tage gab es Explosionen in der bekannten Domstadt.
- Zuletzt wurde in der Nacht am 16. September auf der Party-Meile (Hohenzollernring) gezielt ein Sprengsatz neben dem Eingang zur Diskothek „Vanity“ in die Luft gesprengt. Der Müllmann kam mit einem Knalltrauma ins Krankenhaus.
- Nur wenige Tage später explodierte vor dem Bekleidungsgeschäft „LFDY“ wieder ein Sprengsatz. Möbel, Innenverkleidung, Scheiben: wurden zerfetzt.
- Am 18. September hat die Polizei eine scharfe Handgranate in Köln-Ostheim gefunden. Diese lag unter einem ausgebrannten BMW.
- Insgesamt kam es innerhalb nur 12 Wochen in dem ganzen Bundesland-NRW zu 11 Explosionen!
Am Donnerstagmittag gab die Polizei und Staatsanwaltschaft Köln eine Pressekonferenz, äußerte sich erstmalig zu der explosiven Lage.

Der Leitender Kriminaldirektor bei der Polizei Köln, Michael Esser, sprach verhalten über seine Ermittlungen. „Die Ermittlung in der Organisierten Kriminalität versprechen nur dann Erfolg, wenn ein hohes Maß an Geheimhaltung gewahrt bleibt“, meinte er. Derzeit wären 60 Ermittler im Einsatz, die einzig an diesem Komplex arbeiten würden.
Polizei bestätigt: „Niederländische Täter“
„Nach den letzten beiden Sprengungen gehen wir jetzt vielen Hinweisen akribisch nach“, so Esser. Brisant: Der Kölner Krimi-Chef betonte, dass die geschädigten Opfer sowie bereits bekannten und in Haft sitzenden Täter über die Hintergründe der Tat bisher „aus wohl guten Grund“ schweigen würden. Bedeutet: Beteiligte haben Angst vor einer Aussage! „Die wenigen, die den Schüssen gelten, sind nicht bemüht, die Karten auf Tisch zu legen“, kritisiert er. Das erschwere die Arbeit der Ermittler.

Leitender Kriminaldirektor bei der Polizei Köln: Michael Esser
Dann bestätigt der Polizei-Chef, dass es sich um die marokkanische Mafia („Mocro-Mafia“) aus den Niederlanden handelt. Denn Esser sagt: „Verbindungen zu niederländischen Täter lassen sich belegen nach bisherigen Erkenntnissen.“
Täter extra „nach Köln eingereist“
Vieles deute darauf hin, „dass der Täter nach Köln angereist und dann wieder ausgereist ist.“ Die Polizei fahndet nun international mit einem Foto nach dem Täter. Der Täter sei nach dem Anschlag auf den Club bisher nicht identifiziert worden.

Das soll der Täter aus den Niederlanden sein, der einen Sprengstoff-Anschlag auf einen Club in Köln begann.
„Die Verbindungen der Taten zur Organisierten Kriminalität in den Niederlanden liegen auf der Hand. Sprengungen zur Warnung oder Schüsse auf Häuser sind dort bereits seit Längerem an der Tagesordnung“, so Kriminal-Chef Esser.
Zugleich kündigte Esser an, verstärkte Personenkontrollen in der Stadt durchzuführen. Die Kölner sollen helfen, Hinweise zu geben – die 110 im Telefon wählen. „Wir halten Kräfte rund um die Uhr bereit“, die Hinweisen nachgehen werden.
Michael Esser warnte auch vor weiteren explosiven Anschlägen: „Wir müssen auf hohe Gefährdung für Zielpersonen ausgehen. Es gibt offensichtlich im Milieu offene Rechnungen, die noch beglichen werden.“
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Zara Riffler
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