Verrückt: Feministinnen fordern Abriss von Turnvater-Jahn-Denkmal
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Im Berliner Bezirk Neukölln sorgt ein Frauen-Netzwerk für Aufsehen, da es den Abriss des Turnvater-Jahn-Denkmals in der Hasenheide fordert.
Dieses Denkmal ehrt Friedrich Ludwig Jahn, den Begründer der deutschen Turnbewegung. Die Frauen werfen Jahn vor, ein „Nationalist“ zu sein, der „eine Feindschaft zu den Franzosen“ pflegte und Juden ausgrenzte, wie eine der Feministinnen des Frauennetzwerks Neukölln im Deutschlandfunk mitteilte.
Amir Makatov, Vorstandsmitglied des „Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus“, kommentiert die Pläne gegenüber NIUS: „Ich bitte die emanzipatorische Frauenbewegung, nicht Jahn oder Wagner zu bekämpfen, da sie auch Gutes geleistet haben, auch von Juden für ihr Werk bewundert werden und keine Menschen auf dem Gewissen haben. Vielleicht wäre die Umbenennung der Karl-Marx-Straße und Entfernung der Marx-Engels-Statue ein würdiger Beginn für die Reinigung Berlins von symbolischen menschenfeindlichem Gedankengut.“

Eine Widmung am Denkmal
Es ist nicht das erste Mal, dass Aktivisten Denkmäler abreißen wollen, weil die geehrten Personen nicht mit ihren Vorstellungen von Moral einhergehen. So stürzten Black-Lives-Matter-Aktivisten in Boston eine Statue von Abraham Lincoln und Christoph Kolumbus. Und auch in Berlin soll jetzt die Mohrenstraße umbenannt werden.
Judith Sevinç Basad
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