Versuchter Mord, Folter, Entführung: Straftäter ruft zur Gewalt gegen Frauen auf – Trans-Aktivisten applaudieren
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Der Trans-Aktivist Sarah Jane Baker, der wegen versuchten Mordes 30 Jahre lang im Gefängnis saß, hat auf einer Pride-Veranstaltung in London zu Gewalt gegen Frauen aufgerufen. Die Londoner Polizei hat jetzt die Ermittlungen gegen Transfrau wieder aufgenommen.
Baker trat am Samstag auf einer Trans-Pride in London auf und rief zu Gewalt gegen Frauen auf: „Wenn ihr eine TERF seht, dann schlag ihr ins verdammte Gesicht!“, brüllte Barker vor einer jubelnden Menge von Trans-Aktivisten. Das Wort „TERF“ ( = „trans exkludierende radikale Feministin“) ist ein Schimpfwort, mit dem Frauen beleidigt werden sollen, die Kritik an Trans-Aktivisten üben.
Baker wurde daraufhin wegen Anstiftung zu Gewalt bei der Londoner Polizei angezeigt, die sich zunächst weigerte, die Ermittlungen aufzunehmen, da es sich hier um eine freie Meinungsäußerung handle, berichtete „Mail Online“. Inzwischen bestätigte die Polizei, dass man Bakers Kriminalakte wieder geöffnet habe.
Bakers Leben als Mann: Entführung, Folter, versuchter Mord
Das Brisante: Sarah Jane Baker, früher Alan Baker, ist ein verurteilter Straftäter, der wegen mehrerer Gewaltverbrechen 30 Jahre lang im Gefängnis saß.
Vor seiner Geschlechtsumwandung entführte Baker den Bruder seiner Stiefmutter und folterte ihn. Im Gefängnis erhielt er dann eine zusätzliche Haftstrafe wegen versuchten Mordes. Der damals 21-jährige Mann ist in die Zelle eines Mitgefangenen eingebrochen und hat versucht, ihn zu erwürgen. Später behauptete Baker, dass das Opfer – ein mutmaßlicher Kinder-Vergewaltiger – ihn gemobbt habe.
Im Jahr 2013 sorgte Baker für nationale Aufregung, weil er sich während seiner Haftzeit einer Hormonbehandlung und geschlechtsangleichenden Operationen unterzog, die über den „National Health Service“ (NHS) von Steuergeldern finanziert wurde. Die Kosten: über 10.000 Pfund. Im Jahr 2019 wurde Baker freigelassen.
Von Trans-Aktivisten gefeiert
Es ist nicht das erste Mal, dass Baker auf Trans-Demos Frauen mit Gewalt droht.
Im Juni 2021 wurde er bei der Pride in London mit einem Schild mit der Aufschrift „Be Trans, Do Crime“ fotografiert . Am Bomber Command Memorial wurde ein Schild im gleichen Stil mit der Aufschrift „Kill JK Rowling“ angebracht. Die Ähnlichkeiten in der Beschilderung, einschließlich der Tatsache, dass beide mit roter Sprühfarbe angebracht waren, führten zu Spekulationen, dass Baker für die Morddrohung verantwortlich sei.
Lernte erst im Knast Lesen und Schreiben
Der transsexuelle Mann lernte erst im Gefängnis Lesen und Schreiben und publizierte dann ein Buch mit dem Namen „Transgender Behind Prison Walls“ (Transgender hinter Gefängnismauern). Seitdem gilt der ursprünglich aus Brixton stammende Straftäter, der in seiner Freizeit gerne Geige spielt, als Englands bekanntester Aktivist, was die Rechte von Trans-Personen in Gefängnissen angeht.
So gründete er die Organisation „Transprisoner Alliance“, die inhaftierte Transfrauen besucht, um sie mit Kleidung, Make-up und einer Rechtsberatung zu versorgen. Baker setzt sich aktiv dafür ein, dass Transfrauen in Frauengefängnisse verlegt werden dürfen, weswegen er von Trans-Aktivisten immer wieder auf LGBTQ-Demos eingeladen wird, auf denen er teilweise oben ohne auftritt. Als „Trans-Anarchistin“ hat Baker zudem angekündigt, bei den Wahlen als Abgeordnete für Richmond zu kandidieren.
Judith Sevinç Basad
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