Vier Demos angekündigt: Drag-Lesung für Kinder unter Polizeischutz
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- Drag Queen „EricBigClit“ will Kindern in München etwas vorlesen.
- Die Veranstaltung in einer Münchener Stadtbibliothek sorgt für Aufruhr bei Gegnern und Befürwortern.
- Die AfD und verschiedene Gruppierungen kündigten Proteste gegen die Lesung an.
- Auch linke Gruppen sind mit Veranstaltungen am Start.
Aufregung in München!
Mehr als 500 Menschen wollen am Nachmittag vor der Bibliothek im Stadtteil Bogenhausen gegen eine Kinderlesung protestieren. Der Grund: Unter dem Motto „Wir lesen euch die Welt, wie sie euch gefällt“ soll die Drag Queen „Eric Big Clit“ (deutsch: Erich Große Klitoris), die sonst auf stark sexualisierten Drag Shows auftritt, im vollen Show-Outfit schon 4-jährigen Kindern aus Kinderbüchern vorlesen, in denen es um Trans-Kinder, Jungs in Kleidern und lesbische Liebesbeziehungen geht.
Trans-Mädchen (13) mit BDSM-Eltern soll auch auftreten
Auch das 13-jährige Trans-Mädchen Julana Gleisenberg, das ein Buch über ihr Coming-Out geschrieben hat, soll an der Veranstaltung teilnehmen und aus ihrem Buch, „Julana, endlich ich!“ vorlesen. Dort beschreibt sie, wie ihr Coming-Out im Alter von 9 Jahren ihr Leben veränderte und dass sie schon immer wusste, im falschen Körper geboren zu sein. Julana bekommt mittlerweile Pubertätsblocker und strebt nach Aussagen der Eltern eine medizinische Transition, inklusive geschlechtsangleichende Genital-Operationen an.

Das Trans-Mädchen wird von den Eltern erfolgreich vermarktet, war schon auf zahlreichen Lesungen, CSDs und in Beiträgen von ARD und ZDF zu Gast. Dass die Eltern zeitgleich einen BDSM-Verein „für besondere Lebensweisen“ betreiben, der nicht nur zu BDSM-Stammtischen und Bondage-Workshops einlädt, sondern auch Lesungen der kleinen Julana bewirbt, hat bisher für keine große Aufregung gesorgt. Doch jetzt ist die Empörung riesig.
Event seit Wochen in der Kritik
Schon seit der Ankündigung der Lesung vor ein paar Wochen hagelte es Proteste gegen die Veranstaltung. Die einen empörten sich darüber, dass man im Namen der Diversität schon Kindergartenkinder mit den Themen „Drag“, „trans“ und Sex konfrontiert. Die anderen sahen in der Lesung kein Problem, werteten die Proteste gegen die Veranstaltung als Zeichen einer allgemeinen „queerfeindlichen“ und „rechtsextremen“ Gesinnung in der deutschen Gesellschaft ab. Die AfD kündigte Gegenprotest an und wurde wegen einem Mobilisierungs-Plakat mehrfach wegen Volksverhetzung angezeigt.
Kurz: Diese Kinderlesung sorgt für ordentlich Zoff. Am heutigen Dienstagnachmittag werden mehr als 500 Protestanten vor der Stadtbibliothek in Bogenhausen erwartet. Laut Angaben der Münchner Polizei wird die AfD unter dem Titel „Hände weg von unseren Kindern!“ demonstrieren. Dazu kommen zwei Veranstaltungen aus der Querdenker-Szene mit dem Titel „Drag Devils schleicht‘s euch = Finger weg von den Kindern!“ und „Zukunft unserer Kinder in unserem Land. Werteverfall und die Lösung“. Und eine Veranstaltung von dem abtreibungskritischen Verein „Stimme der Stillen e.V.“ mit dem Titel „Gebet zum Schutz der Kinder vor Übergriffen und sexueller Gewalt“.

Eine Gegenveranstaltung, die zur Solidarität mit den Organisatoren der Kinderlesung aufruft, wurde von dem Verein „München ist bunt“, dem die Münchner SPD-Stadträtin Micky Wenngatz vorsitzt, angemeldet. Über 200 Polizisten werden vor Ort sein, um die Sicherheit zu gewährleisten, bestätigt die Polizei auf Anfrage.
JS
Judith Sevinç Basad
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