Wasserspielzeug, Pommes, Sonnencreme: So teuer ist der Sommer 2023
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Urlaub, Sonnencreme, Schwimmbad-Fritten: Die Inflation zwingt immer mehr Menschen in Deutschland dazu, auf Dinge zu verzichten, die bislang wie selbstverständlich zum Sommer gehörten.
Die große NIUS-Sommer-Inflationsanalyse verrät, welche Bereiche besonders betroffen sind ...
Urlaub
Die Preise für Urlaubsreisen sind massiv gestiegen, viele beliebte Urlaubsziele sind deutlich teurer geworden. Besonders betroffen sind Pauschalreisen. Laut einer Analyse des Portals Holidaycheck sind Spanien, Griechenland oder Portugal in diesem Sommer rund 20 bis 30 Prozent teurer als noch 2019. Schon damals hatte mehr als jeder fünfte Mensch in Deutschland (22,4 Prozent) zu wenig Geld, um sich pro Jahr eine Woche Urlaub leisten zu können. Das geht aus Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor.
Auch die Preise für Trips in die Türkei, nach Tunesien oder Ägypten, die bislang als günstig galten, haben inzwischen deutlich angezogen, sind zwischen 35 und 50 Prozent teurer als 2019.

Vor allem die Preise für Pauschalreisen sind stark angestiegen.
Eis
Bei der beliebten Sommer-Schleckerei sind die Preissprünge besonders eklatant. Dass 2 Euro pro Kugel über die Theke wandern, ist längst keine Seltenheit mehr, in vielen Fällen liegt der Preis sogar noch höher. Die Hälfte der Menschen in Deutschland will deswegen nach eigener Aussage mindestens „etwas weniger“ Eis essen als im vorigen Jahr – ein Viertel sogar „viel weniger“.
Das heißt: Etwa 75 Prozent der Befragten müssen oder wollen beim Eis sparen. Ausgerechnet beim Eis, das zum Sommer gehört wie die Sonne – erst recht für Kinder. Die Werte stammen aus einer Umfrage des Kochbox-Lieferanten „Hello Fresh“.

Dass zwei Euro und mehr über die Ladentheke wandern, ist inzwischen keine Seltenheit mehr. Viele Deutsche überlegen sich deshalb zweimal, ob sie sich die kühle Süßigkeit wirklich gönnen.
Freibäder
Für viele Menschen gehört ein Besuch im Freibad im Sommer dazu. Doch auch hier steigen die Kosten. So hat beispielsweise das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen Zahlen zu den höheren Kosten veröffentlicht. Demnach mussten Verbraucher im Juni 2023 im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres 6,4 Prozent mehr für eine Abkühlung in einem Freibad in NRW hinblättern.
Durchschnittlich kostet ein Freibadbesuch dort 4,65 Euro, in vielen Bädern liegen die Preise aber auch deutlich drüber. Die Preise und Erhöhungen dürften auch in anderen Bundesländern ähnlich ausfallen und sind vo allem den Mehrkosten durch Personal und Energie geschuldet.

Sich im Sommer im Freibad abzukühlen, wird zunehmend zum Luxus.
Pommes
Freibad-Saison ist Pommes-Saison. Doch auch der beliebte fettige Snack bleibt vom Preis-Höhenflug nicht verschont. Der Kölner Stadtanzeiger hat Preise in Kölner Freibädern verglichen und ist dabei zu dem Schluss gekommen: Eine große Portion Pommes kostet inzwischen in den meisten Bädern knapp fünf Euro.
Das Freibad Lentpark in Köln verlangt für eine große Portion Freibad-Fritten inzwischen sogar SIEBEN Euro. Grund für die hohen Preise ist vor allem mangelndes Öl durch den Ukraine-Krieg und die steigenden Energiekosten.

Freibad-Fritten gehören zu jedem ordentlichen Freibad-Besuch.
Wasserspielzeug
Auch Spielzeug ist teurer geworden. Das liegt vor allem den steigenden Energiepreisen. Bereits im vergangenen Winter warnte der Geschäftsführer des Deutschen Verbandes der Spielwarenindustrie (DVSI), Ulrich Brobeil: "Die Erhöhungen der Hersteller dürften sich durchschnittlich um fünf bis sechs Prozent bewegen".
Bei einer repräsentativen Umfrage unter den 215 Mitgliedsunternehmen des Verbands gaben damals 45 Prozent an, das Geschäft sei „stark bis sehr stark“ gefährdet, 38 Prozent der Befragten sahen sich als „mittelmäßig“ bedroht an. Ein Sommer ohne Sandspielzeug, Gummiboot und Wasserpistole - Urlaubsstimmung kommt da wohl nicht wirklich auf.

Auch Spielzeug wird aufgrund der steigenden Rohstoff- und Energiepreise immer teurer.
Sonnencreme
Sonnencremes werden immer teurer! Bereits 2019 zeigte eine Analyse des Marktforschungsunternehmens Nielsen: Der Durchschnittspreis für eine Packung Sonnenschutzmittel im Lebensmittelhandel und in Drogeriemärkten war in zwei Jahren um fast elf Prozent auf rund 3,90 Euro gestiegen. Inzwischen sind Kosmetikprodukte noch einmal deutlich teurer geworden, denn auch sie bleiben von Rohstoff- und Energiepreiserhöhungen nicht verschont.
Janina Lionello
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