Wegen „Homophobie“ und „Transphobie“: DFB prüft Gesinnung von Nationalspieler Nmecha
Ein Beitrag von
- Nationalspieler Felix Nmecha soll wegen seiner politischen Einstellung vorerst nicht spielen dürfen, heißt es in einem Bericht.
- Offiziell heißt es, er sei verletzt.
- Nmecha postete Inhalte, die sich kritisch mit dem aktuellen Trans-Hype auseinandersetzen, auf Instagram.
- Bevor er wieder spielen darf, wird nun „das Gespräch mit Felix gesucht“, heißt es seitens des DFB.
Riesenwirbel um DFB-Nationalspieler Felix Nmecha: Der 22-Jährige sollte eigentlich bei den aktuellen Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft mit mit von der Partie sein. Eine Verletzung verhinderte dies offiziell. Doch wie die BILD berichtet, prüft der DFB hinter den Kulissen Nmechas politische Einstellung wegen eines Instagram-Postings, die angeblich homo- und transphob sein soll. Ab zur Gesinnungskontrolle? Danach sieht es zumindest aus.
Hintergrund: Nmecha, der bei Manchester City ausgebildet wurde und streng gläubiger Christ ist, teilte vor zwei Monaten einen Beitrag des US-amerikanischen Journalisten Matt Walsh bei Instagram. Walsh gilt als konservativer Kommentator und veröffentlichte unlängst den Dokumentarfilm „What is a Woman?“, der der Frage nachgeht, was heutzutage eine Frau ausmacht – und deshalb in den Fokus von Transaktivisten geriet.
Nmechas Posting löste einen Shitsorm aus, er distanzierte sich. Wenig später, zu Beginn des Pridemonat Juni, konnte man bei Nmecha ein Meme des Accounts „reformedbychrist“ sehen, das den Monat mit Satan gleichsetzt (siehe Tweet).
Nmecha ist 22 Jahre jung, gläubiger Christ. Das waren die beiden Postings. Und meine Fresse: Waren so Leute, die das gutheißen, je in Umkleidekabinen? Und woher nehmen sie diesen Anspruch auf moralische Überlegenheit? pic.twitter.com/zMfpYd5giG
— Jan A. Karon (@jannibal_) June 13, 2023
Seither gilt Nmecha als „queerfeindlich“ – und dies ist für den DFB offenbar Grund genug, nachzuforschen, was es denn genau auf sich hat mit Nmechas Einstellungen: Der Fußballverband will laut BILD und WELT zunächst mit Nmecha und seinem Klub VfL Wolfsburg sprechen, bevor er ihn wieder einlädt. „Wir werden das Gespräch mit Felix vor der nächsten Nominierung suchen.“ Der Fußballer habe für Irritationen gesorgt.
Nmecha, der mit einem Wechsel zu Borussia Dortmund in Verbindung gebracht wird, sorgt auch bei Fans und Fußballjournalisten für Verstimmungen. „Der BVB setzt in den letzten Saisons auf Regenbogen-Trikot-Aktionen“, schrieb der Fußballjournalist Marc Schwitzky. „Ich würde bezweifeln, dass sich diese Werte mit denen von Felix Nmecha decken.“ Ein anderer User: „Ein christlicher Gotteskrieger mit diskriminierenden Ansichten als Ersatz für Bellingham? Hey, BVB, ich möchte jemanden wie Nmecha nicht in unserem Trikot sehen.“
Jan Karon
Artikel teilen
Kommentare