Wie konnte dieser Mann die schönste Frau der Niederlande werden?
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Jahrhundertelang haben Frauen in westlichen Gesellschaften für ihre Rechte gekämpft. Sie haben sich ihr Recht auf Wahlen, Studium und Arbeit erstritten, sich gegen Männer gewehrt, die sie schikaniert, verhöhnt und beleidigt haben. Sie haben sich vor allem gegen Männer gewehrt, die versuchten, Frauen zu degradieren, weil sie Frauen hassen.
Doch dieser Hass auf Frauen, den man lange Zeit für überwunden glaubte, hat jetzt ein neues Gesicht. Heute werden Frauen nicht mehr degradiert, indem man sie zu Hause einsperrt. Der neue Frauenhass zeigt sich durch Männer, die behaupten Frauen zu sein, ihnen genuin weibliche Auszeichnungen, Ehre und Ruhm wegnehmen – und dafür internationalen Applaus bekommen.

Die Zweit- und Drittplatzierte lächelten tapfer.
Dass nun die Transfrau Rikkie Kolle zur Miss Niederlande gekürt wurde, zeigt genau diese neue Form des Frauenhasses. Der Vorfall zeigt, dass die schlimmsten Kapitel des Frauenhasses nicht überwunden sind, sondern gerade ein Revival erfahren.
Gelebter Frauenhass
Denn: Wenn wir nicht mehr die von Natur aus schönen Frauen, die monatelang für den perfekten Körper trainiert haben, mit Preisen beehren, sondern lieber einen Mann, der nur so aussieht wie eine Frau, weil er sich zahlreichen Operationen und Hormonbehandlungen unterzogen hat, dann ist das kein Zeichen für Diversität. Wer genuine Weiblichkeit, die genuine Schönheit einer Frau, durch einen durch Brust-OPs und Hormonspritzen transformierten männlichen Körper ersetzt, der macht sich nicht für diskriminierte Randgruppen stark, sondern lebt seinen Frauenhass aus.
Aber nicht nur der Körper von Frauen wird verhöhnt, auch ihre Leidensgeschichte. So drückt Rikkie in jedem Interview auf die Tränendrüse, erzählt, wie man sie als Kind in der Schule so lange mobbte, bis sie weinen musste. Deswegen wolle sie sich jetzt für „alle kleinen Rikkies einsetzen, die von ihren Familien abgelehnt werden“. „Ich helfe ihnen dabei, ihr Selbstbild und ihre Akzeptanz stärker zu machen“, erzählt sie in einem Interview.
Die Tränen einer Transfrau wiegen schwerer als das Leid echter Frauen
Es ist einfach unfassbar, dass im Jahr 2023 anscheinend nicht mehr die Leidensgeschichte von Frauen, die weltweit noch immer unterdrückt, vergewaltigt und ermordet werden, die Gemüter der Juroren und Journalisten bewegt, sondern die Tränen eines Mannes, der seine männlichen Fühlis – schon wieder – über die Interessen und Belange von Frauen stellt.
Rikkie Kolle ist keine Frau. Sie hat nie eine Periode, einen Zyklus oder eine Geburt erlebt. Sie weiß nicht, wie sich Frausein anfühlt. Deswegen lebt sie zwangsläufig das Stereotyp einer Frau, das sich Männer seit Jahrhunderten in ihren sexistischen Köpfen zusammengereimt haben. Rikkie Kolle ist keine Frau – sie ist ein schlechtes Abziehbild eine Frau.
Gezwungen, eine Parodie zu feiern
Dass wir jetzt als Gesellschaft gezwungen werden, diese Frauen-Parodie als echt anzuerkennen, sie – unter der Androhung der „Transphobie“– zu bejubeln, obwohl wir damit nicht nur gegen unsere Intuition handeln, sondern auch die Würde von Frauen mit Füßen treten, zeigt vor allem eines: wie krass die westliche Welt bereits Knecht einer perfiden Ideologie geworden ist.
Judith Sevinç Basad
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