Zugvögel bedroht: Deutsche Windparks auf See könnten abgeschaltet werden
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- Nach Abschaltungen niederländischer Windparks zum Schutz von Zugvögeln, plant auch Deutschland entsprechende Regelungen.
- Wirtschaftsstaatssekretär räumt Gefährdung der Vogelflugrouten ein.
- Vor allem Nord- und Ostsee sind betroffen.
Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Windparks auf See eine Gefahr für Zugvögel darstellen und die Turbinen deshalb notfalls abgeschaltet werden müssen. Das geht aus einer Antwort von Wirtschaftsstaatssekretär Philipp Nimmermann (Grüne) an die fraktions- und parteilose Abgeordnete Joana Cotar hervor, die NIUS vorliegt.
Darin heißt es: „Der Bundesregierung ist bekannt, dass auch in der deutschen Nord- und Ostsee Zugvögel durch in Betrieb befindliche und geplante Offshore Windparks (OWP) beeinträchtigt werden können.“ Dieser Umstand solle schon bei der Planung der Windparks berücksichtigt werden. Aber auch Abschaltungen schließt Nimmermann nicht aus. „Die ständige Zulassungspraxis des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie sieht die Möglichkeit zur Abschaltung der Windenergieanlagen bei sogenannten Massenzugereignissen vor“, so der Staatssekretär.

„Im Klartext heißt das: Die Offshore-Windparks vor der deutschen Küste sind eine reale Gefahr für Zugvögel“, sagte Cotar zu NIUS. „Sonst gebe es nicht den Plan zur Notabschaltung. Bleibt die Frage: Warum baut man Windräder trotzdem an dieser Stelle, wenn klar ist, dass man sie immer wieder abschalten wird? So geht Steuergeldverschwendung im Klimawahn. Zu Lasten der Energiesicherheit und der Natur.“
Die Niederlande hatte Mitte Mai zum Schutz von Millionen Zugvögeln erstmals in großem Stil Windräder in ihren Windparks in Borssele und Egmond aan Zee vor der Küste gestoppt.
Ralf Schuler
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