Emirate stoppen britische Uni-Stipendien: „Die arabische Welt hält uns für komplett verrückt“
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Die Vereinigten Arabischen Emirate haben alle britischen Universitäten von der Liste staatlich geförderter Hochschulen gestrichen. Grund: Befürchtete islamistische Radikalisierung ihrer Staatsbürger auf dem Campus.
Die Entscheidung der Emirate wirft nun die Frage auf: Gilt diese Sorge vor islamistischer Radikalisierung auch für Europa – und speziell für deutsche Universitäten?
„In deutschen Hörsälen werden Regeln der Scharia umgesetzt“
Pauline Voss ordnet bei NIUS Live am Freitagmorgen ein: „Das sehen wir ja immer wieder. Es gibt an deutschen Unis Veranstaltungen von muslimischen Organisationen, wo Hörsäle getrennt sind – Männer auf der einen Seite, Frauen auf der anderen. Regeln der Scharia werden in deutschen Hörsälen umgesetzt. Das sind Zustände, die man ansprechen muss.“
Die Warnung der VAE ist mehr als ein bildungspolitischer Schritt – sie ist ein politisches Signal: Europa muss sich mit Radikalisierung an Universitäten auseinandersetzen. Was in Großbritannien und teilweise in Deutschland als Toleranz und Offenheit gesehen wird, bewertet die arabische Welt als Sicherheitsrisiko.
„Die arabische Welt hat den Islamismus erkannt – Europa diskutiert noch, ob es ihn überhaupt gibt“, fasst Voss die Debatte zusammen.
„Die arabische Welt hält uns für komplett verrückt, dass wir so viele Araber aufnehmen“
Julian Reichelt macht verständlich, dass die größten Gefahren heute nicht in der arabischen Welt, sondern in europäischen Vorstädten lauern: „Der gefährlichste, radikalste und fanatischste Teil des Islamismus befindet sich inzwischen in Europa. In den Vorstädten der europäischen Metropolen – Molenbeek in Belgien, Saint-Denis in Paris, Neukölln hier bei uns in Berlin, Marseille in Frankreich – weite Teile inzwischen. Das ist die Lage, in die sich das Vereinigte Königreich entwickelt hat.“
„Die arabische Welt hält uns für komplett verrückt. Komplett verrückt dafür, dass wir so viele Araber aufnehmen, ohne zu wissen, wer sie sind, ohne zu wissen, was in ihren Moscheen gepredigt wird, ohne zu verstehen, welche Absichten und welche Ansichten diese Menschen vertreten.“
Julian Reichelt hebt hervor, dass die konsequente Haltung der arabischen Staaten im Umgang mit Radikalisierung beispielhaft sei. Sie handeln proaktiv, schützen ihre Studenten vor extremistischer Beeinflussung und kontrollieren ihre Grenzen rigoros – im Gegensatz zu Europa, wo junge Menschen oft unkontrolliert Zugang zu Radikalisierungseinflüssen haben.
„Die arabische Welt sagt uns: Wir schicken unsere Söhne nicht mehr nach Europa. Wir haben so viel investiert, so viel Aufwand betrieben, um sie vom Islamismus fernzuhalten. Wir schicken sie jetzt ganz sicher nicht in eure europäischen Vorstädte, damit sie von irgendeinem radikalen Prediger umerzogen werden.“
Hier geht’s zur ganzen Sendung:
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