Julius Böhm zur Zurückhaltung deutscher Medien im Epstein-Skandal: „Vielleicht ist es die Furcht vor dem Höllenschlund, der sich da auftut“
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Der Epstein-Sumpf weitet sich bis ins Herz Deutschlands aus. Nun gerät ein Träger des Bundesverdienstkreuzes in den Fokus: Um Henry Jarecki sind kompromittierende E-Mails aufgetaucht. Der Großinvestor, der in Heidelberg als großzügiger Förderer auftrat, soll zugleich zu den engen Vertrauten Jeffrey Epsteins gehört haben – und womöglich in dessen Machenschaften verstrickt gewesen sein.
„Philanthropie gilt als Statussymbol der Superreichen“, ordnet NIUS-Redakteur Julius Böhm ein. „Während der normale Bürger sich mit Markenprodukten ein Stück Erfolg leisten möchte, inszenieren sich Milliardäre als Wohltäter – als Menschen, die die Welt verbessern wollen.“ Doch genau diese Fassade könne brüchig werden, wenn sich Vorwürfe verdichten und ein anderes Bild sichtbar werde.
Julius Böhm führt aus:
„Wir reden von einem möglichen zivilisatorischen Bruch: Menschen, die als moralische Elite galten, könnten Verbrechen begangen haben, die sich normale Bürger kaum vorstellen können. Wenn solche Figuren fallen, bricht eine Achse der Gesellschaft weg.
Vielleicht ist das die eigentliche Furcht – der Blick in den Abgrund. Die Angst, was passiert, wenn man wirklich hinschaut. Und vielleicht erklärt das auch die Zurückhaltung vieler Medien: Dass man gar nicht genau hinsehen will, weil sich dort ein Höllenschlund auftut.“
Sehen Sie hier sein ganzes Statement:
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