Rubio-Rede auf Münchner Sicherheitskonferenz: Linke klatschten für Migrationskritik und „mehr Öl, mehr Kohle, mehr Gas verbrennen“
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Die außergewöhnliche Rede des amerikanischen Außenministers Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz sorgt auch am Montag noch für Diskussionen – auch bei NIUS Live. Bemerkenswert: Selbst Politiker aus dem linken Lager spendeten begeisterten Applaus – obwohl Rubio Positionen vertrat, die sie politisch strikt ablehnen und bekämpfen.
Waldemar Hartmann zeigt sich irritiert und fragt sich bei NIUS Live, ob diese Politiker vielleicht nur aus Höflichkeit aufgestanden sind. „Oder stimmt mein Eindruck, dass die eine große Rede gehört und ihm tatsächlich spontan zugestimmt haben?“
„Jetzt ärgern sich natürlich viele Linke“
Auf den dokumentierten Bildern sind auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und Klimaschutzminister Carsten Schneider (SPD) zu sehen, wie sie aufstehen und Rubios Aussagen zustimmend beklatschen. NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt diagnostiziert: „Die Leute, die dort aufgestanden sind, haben das tatsächlich als ausgestreckte Hand und als großartige Rede empfunden“, so Reichelt.
Erst später sei vielen klar geworden, wofür sie da geklatscht haben. Reichelt: „Jetzt ärgern sich natürlich viele Linke, wo sie diese Rede noch mal nachgelesen haben, dass sie geklatscht haben. Wofür haben sie da geklatscht?“ Besonders brisant sei der Energie-Teil der Rede: „Der deutsche Umweltminister und die gesamte deutsche Bundesregierung springen auf und applaudieren für die Forderung: Mehr Öl, mehr Kohle, mehr Gas verbrennen und damit Strom erzeugen.“ In Deutschland sei das doch „absolut undenkbar“. Hier gelte so eine Forderung sonst „fast als Fall für Klimaleugnung“.
Hinzu komme Rubios Wortwahl. Begriffe wie „Klimakult“ und „Unterwerfung“ höre man hierzulande sonst „nur in AfD-Reden“, so Reichelt. Trotzdem habe die Bundesregierung dazu applaudiert: „Die Bundesregierung klatscht für den Ausdruck der ‚Unterwerfung unter den Klimakult‘.“ Sein Fazit bei NIUS Live: „An ihrem Klatschen sollten wir sie in Zukunft messen. Ich möchte mehr von solchen Reden. Und ich möchte Politik, die daraus folgt.“
Sehen Sie hier die Statements:
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