Debatte über Zoll-Pläne von Donald Trump: „Wenn die nächste Regierung nicht Deutschlands Wirtschaft an erste Stelle stellt, wird das ein Fiasko“
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- US-Präsident Donald Trump kündigte am Mittwochabend Strafzölle auf Importe aus nahezu der ganzen Welt an. Gelten sollen diese ab dem 9. April.
- Die Weltwirtschaft reagiert mit Unsicherheit. Der DAX sackte in der Nacht zu Donnerstag um mehr als 500 Punkte ab.
- Bei NIUS Live diskutierten unsere Experten über das Verhalten des US-Präsidenten und darüber, was die Zölle für Deutschland bedeuten.
Es sei ein sehr hohes Risiko, das Trump eingeht – sowohl für die amerikanische als auch die weltweite Wirtschaft –, sagt NIUS-Reporter Alexander Kissler bei NIUS Live. „Aber er löst damit ein Wahlversprechen ein.“ Zusammen mit dem Chefredakteur des Debatten-Magazins „Cato“, Ingo Langner, diskutierte Kissler über die neuesten Zoll-Pläne der US-Regierung und deren Auswirkungen auf Deutschland.
Sehen Sie hier die Debatte:
„Knallharte Wirtschaftsinteressen für sein Land“
Kissler erklärt, dass hinter Trumps Politik knallharte Wirtschaftsinteressen für sein Land stehen. „Zum einen ist es in der Tat sein Wankelmut, zum anderen aber auch seine Entschlossenheit. Und das ist nun wirklich für ihn ein Moment der Wahrheit, weil das im Wahlkampf weit vorne gestanden hat, Amerikas Unternehmen so zu schützen, dass sie, wie er sagt, gerecht behandelt werden. Und viele Amerikaner unterstützen das.“

NIUS-Reporter Alexander Kissler, Moderator Alexander Purrucker und Cato-Chefredakteur Ingo Langner analysierten Trumps schwerwiegende Entscheidung bei NIUS Live.
Moderator Alex Purrucker fragt: Wie sollte denn jetzt die Europäische Union reagieren? Ingo Langner antwortet, man müsse „wie ein Dealmaker reagieren“. Denn Donald Trump „ist wirklich Geschäftsmann und er geht damit um, wie man unter Geschäftsleuten verhandelt. Das heißt, man geht mit Maximalforderungen in diese Verhandlungen hinein und dann hört man zu, was der andere dazu zu sagen hat. Und dann versucht man sich anzunähern.“ Es sei so etwas wie ein Pokerspiel – es werde immer geblufft.
„Der Druck wird jetzt noch steigen“, ergänzt Kissler. Je stärker Europa und auch Deutschland wirtschaftspolitisch herausgefordert sei, desto „weniger kann man sich weiterhin derart viele soziale Wohltaten leisten. Wenn die nächste Regierung keine Regierung ist, die die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands an die allererste Stelle stellt, dann wird es ein Fiasko.“
NIUS Live sendet für Sie montags bis freitags von 7 Uhr bis 9 Uhr. Hier geht’s direkt zur Aufzeichnung der gesamten Sendung:
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