„Olaf Scholz ist extrem von sich überzeugt“
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Während man sich innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands intensiv darüber austauscht, ob Olaf Scholz noch der Richtige ist für die Kanzlerkandidatur 2025, scheint der noch amtierende Kanzler sich seines Erfolges sicher. Bei NIUS Live sprachen Julius Böhm und Alexander Kissler über einen Olaf Scholz, der sinkende Umfragewerte nicht für einen Weckruf hält.
„Er ist deshalb so in sich ruhend, weil er extrem von sich überzeugt ist. Das ist nicht gespielt. Er ist der Meinung, ich werde das Kind schon schaukeln“, kommentiert Alexander Kissler. Er berufe sich auf die Solidarität der gesamten Partei, dabei sei man sich dort alles andere als einig über Scholz. „Er weigert sich, das zur Kenntnis zu nehmen. Weil er immer wieder mit der Geschichte um die Ecke kommt, wie er schon mal einen ähnlich hohen demoskopischen Rückstand in einen Wahlsieg umgewandelt hat, im Jahr 2021. Aber diese Erzählung verfängt einfach nicht mehr“, so Kissler.
„Scholz wird nicht freiwillig weggehen“
Hinzu käme, dass der Kanzler mit seinen „beinahe autistischen Zügen“ kein Gespür für die soziale Faktenlage habe, nicht merke, dass die Deutschen mit seiner Arbeit unzufrieden sind. „Olaf Scholz hat sich da als Einzelkämpfer hingearbeitet. Und solange ihn da niemand mit bewaffneten Truppen wegholt, wird er da nicht freiwillig weggehen“, ist Julius Böhm überzeugt.
Momentan gebe er sich als der „Besonnene“, stellt Kissler fest. Das stehe im Kontrast zu Boris Pistorius, der als SPD-Kanzlerkandidat statt Scholz gehandelt wird. Mit ihm assoziiere man Kriegstüchtigkeit. Der dritte Mann: Friedrich Merz, der angeblich „eiskalte Black Rock-Manager“. Zwischen diesen beiden Polen könne sich Scholz wunderbar als der friedvolle, bodenständige Kandidat inszenieren. Doch Alexander Kissler stellt klar: „Diese Woche wird entscheidend“. Die SPD müsse sich endlich entscheiden, wofür sie stehe.
Die ganze Sendung NIUS Live:
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