Politikversagen nach Attentat und Festnahme eines Syrers: „Das Ganze wird auf kleiner Flamme gekocht“
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Der Attentäter, der bei seinem blutigen Anschlag auf die Studenten-Bar „Cutie“ mindestens fünf junge Menschen niederstach und danach flüchtete, ist nun gefasst. Mahmoud Mehmet, ein syrischer Staatsbürger, wurde von einer schwer bewaffneten SEK-Einheit in der Nähe von Düsseldorf festgenommen. Während die Polizei gute Arbeit leistet, versagt die Politik. Darüber sprachen am Dienstag NIUS-Reporter Julius Böhm, Kolumnistin Birgit Kelle und NIUS-Moderator Alex Purrucker bei NIUS Live.
Alles deutet auf einen geplanten Anschlag hin. Doch fand das Geschehene bisher kaum öffentliche Aufmerksamkeit, geschweige denn mediale Beachtung. Julius Böhm kommentiert bitter: „Die Polizei stuft den ganzen Vorgang zwar intern als Anschlag ein, aber ansonsten wird das Ganze auf kleiner Flamme gekocht.“ Weiter erklärt er: „Und auf gar keinen Fall wollen wir jetzt so tun, als hätten wir schon wieder einen Terrorfall in Nordrhein-Westfalen, was ja für den Ministerpräsidenten Wüst ganz, ganz schlecht ist. Das wäre richtig übel gewesen, weil das hätte nämlich den schönen Fußballabend versaut.“
„Die politischen Konsequenzen fehlen“
Birgit Kelle ergänzt: „Es ist einfach nur Glückssache geworden, ob man sicher wieder nach Hause kommt oder nicht. Das ist das Problem. Und insofern müssen wir jetzt natürlich auch darüber sprechen, was die politischen Konsequenzen sind, weil genau die fehlen.“ Nicht einmal eine Berichterstattung gebe es, so Kelle.
„Zynische Berechnung innerhalb der Politik“
Während Böhm von einem „Mäntelchen des Einzelfallschweigens“ spricht, meint Kelle: „Es ist inzwischen schon fast eine zynische Berechnung innerhalb der Politik nach dem Motto: Gott sei Dank kein Toter, dann können wir das noch kleinhalten.“ Über das Motiv des Täters möchte Kelle unterdessen nicht mehr spekulieren: „Mir ist seine Motivation völlig egal.“
Die gesamte Sendung NIUS Live:
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