Wolfgang Herles zu Klingbeils Sozialisten-Besuch: „Die Sitten sind komplett verwildert, wenn wir das zulassen“
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Mit seinem Auftritt beim Sozialistentreffen im spanischen Barcelona hat sich Finanzminister Lars Klingbeil bei den Gästen von NIUS Live keine Freunde gemacht. Autor und Journalist Wolfgang Herles hält Klingbeils Besuch gar für einen Skandal: Nicht nur kritisiert er, dass Kanzler Friedrich Merz seinem sozialdemokratischen Koalitionspartner überhaupt erlaubte, an der Veranstaltung teilzunehmen, sondern auch, dass es der deutsche Steuerzahler ist, der den Besuch des SPD-Chefs bezahlen muss. Herles findet: „Da sind die Sitten doch vollkommen verwildert, wenn wir das zulassen.“
Das Problem sei nämlich, so Herles: „Das sind nicht Leute, die aus ihren Fehlern gelernt haben, sondern das sind Leute, die versuchen, ihre Ideologie moralisch zu unterfüttern.“ Klingbeils Ausspruch, man wolle die Demokratie verteidigen, sei ein eben solcher Versuch. „Das hat nichts damit zu tun, dass es der Finanzminister ist, der uns allen in die Tasche greift, der uns ausbeutet, der den Niedergang der Wirtschaft mitzuverantworten hat.“
Sehen Sie hier Herles’ ganzes Statement:
„Es ist das Gegenteil dessen, was er hier als Finanzminister leisten müsste“
Aber vielleicht passt das Gesagte auch ins Bild: Denn das sei das Gegenteil dessen gewesen, „was er hier als Finanzminister leisten müsste, das ist ein Skandal“, so Herles. Der stellvertretende NIUS-Chefredakteur, Björn Harms, pflichtet ihm bei. Der Union müsse immer wieder vorgehalten werden, was sie eigentlich mit solch einem Besuch zulasse. Sein Urteil: Vizekanzler vermische hier ganz klar „Staat und Partei“, so Harms.
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