64 Prozent der Deutschen wollen neue Regierung: Scholz im tiefsten Umfrage-Sumpf
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Wissen Sie eigentlich noch, was Olaf Scholz (SPD) beruflich macht?
Streitschlichter? Abtaucher? Die Bundesregierung scheint der Kanzler jedenfalls nicht mehr im Griff zu haben … Sein Kabinett hat sich mitten in einer tiefen Regierungskrise in die Sommerpause verabschiedet. Robert Habeck (Grüne) und sein Heizgesetz murksten sich einmal durch die Republik. Dann waren Scholz und seine Minister im Urlaub. Jetzt sind sie wieder da und zoffen sich direkt weiter: Familienministerin Lisa Paus (Grüne) blockiert vor den Augen der Nation den Versuch von Finanzminister Christian Lindner (FDP), die Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Egal, wo man nun politisch steht: Das Außenbild ist verheerend. Die Ampel ist nach nicht mal zwei Jahren im Amt zu einer Knatsch- und Krampf-Koalition verkommen. Sie können es nicht mehr verstecken – das ganze Land merkt, wie schlecht und uneins es regiert wird. Olaf Scholz steckt im allertiefsten Umfrage-Sumpf.
Fast zwei Drittel der Menschen im Land wünschen sich eine neue Regierung: 64 Prozent der Deutschen sagen, uns würde ein Regierungswechsel gut tun. Nicht einmal jeder Vierte (22 Prozent) möchte die Ampel behalten. Das zeigt eine INSA-Umfrage für die Bild am Sonntag.

Das Kabinett am Mittwoch: Für die Kameras wird gelacht, auch wenn die Umfrage-Werte im Keller sind
Vor allem die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Olaf Scholz und seiner SPD sinkt. So sind inzwischen 70 Prozent der Befragten mit der Arbeit des Kanzlers unzufrieden – zehn Prozentpunkte mehr als vor vier Wochen. Der ARD-Deutschlandtrend misst sogar eine Unzufriedenheit von 80 Prozent.
Besonders bemerkenswert: Selbst im eigenen Lager verliert die Ampel an vertrauen. „Kommt die Bundesregierung bei der Lösung der anstehenden Probleme zurzeit eher voran?“, wollte das ZDF-Politbarometer wissen. Nein, sagen 83 Prozent aller Befragten. 70 Prozent der SPD-Wähler sehen das genau so, bei den Grünen-Wählern sind es 69 Prozent und von den FDP-Anhängern glauben sogar 80 Prozent, dass ihre eigene Regierung mit den Problemen im Land nicht klar kommt.
Ebenfalls Teil des Politbarometers ist die Top 10 der deutschen Politiker, wo wähler nach Sympathie und Leistung bewerten sollen. Der bestmögliche Wert ist +5, der schlechteste Wert -5. Olaf Scholz liegt zwar auf Platz zwei – aber im negativen Bereich mit einem Wert von -0,2 Punkten. Einziger deutscher Politiker im positive Bereich ist Verteidigungsminister Boris Pistorius mit +1,7 Punkten.

Blockierte erst im Kabinett das Lindner-Gesetz und radelte dann davon: Familienministerin Paus
Und unabhängig von den Beliebheitswerten eilt die AfD von Umfrage-Rekord zu Rekord. INSA sieht die AfD als zweitstärkste Kraft bei der Sonntagsfrage (21 Prozent), die Kanzler-Partei SPD kommt nur noch auf 18 Prozent. Die Union steht bei 27 Prozent, die Grünen kommen auf 14 Prozent und die FDP auf 8 Prozent.
Die Ampel in der Abwärtsspirale. SPD-Chef Lars Klingbeil sagte unter der Woche, er sei „fassungslos“ ob der Streitigkeiten in der Koalition. Man muss es immer wieder sagen: Das sagt er Chef der Kanzler-Partei über eine Koalition, die noch nicht mal die Halbzeit in der Legislaturperiode erreicht hat.
Lesen Sie auch: Der Ampel ist Macht wichtiger als die Wirtschaft dieses Landes – und wir müssen es noch zwei Jahre ertragen…
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