96,5 Prozent: Parteitag bestätigt Söder als CSU-Chef mit Rekord-Votum
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Markus Söder ist alter und neuer CSU-Chef. Mit dem Rekordwert von 96,56 Prozent wurde Söder beim kleinen Parteitag in München wiedergewählt. Dieses Ergebnis dürfe die Gerüchte, Söder würde wegen der schwächelnden Umfragewerte zwei Wochen vor der Bayernwahl wackeln, erstummen lassen.
Söder erhielt bei der Abstimmung ohne Gegenkandidaten am Samstag in München 646 der 669 gültigen Stimmen. Es gab 10 Enthaltungen - diese werden bei der CSU als ungültige Stimmen gewertet.
Unser Politik-Chef Ralf Schuler ist für NIUS vor Ort und berichtet.
Zuvor hatte Söder die Delegierten in seiner Rede auf den entscheidenden Schlussspurt im Wahlkampf eingeschworen - insbesondere mit Attacken auf die Berliner Ampel-Koalition und die AfD, aber auch mit Seitenhieben auf den Koalitionspartner, die Freien Wähler.

Söder teilte in alle Richtungen aus.
„Diese Bundesregierung ist wohl die schlechteste Regierung, die Deutschland jemals hatte“, sagte Söder zum wiederholten Male. Die AfD bezeichnete er als rechtsextrem. Und über die Freien Wähler, die nach der Flugblatt-Affäre um ihren Vorsitzenden Hubert Aiwanger aktuell einen Höhenflug in Umfragen erleben, sagte er: „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dem einen oder anderen Umfragen etwas zu Kopf gestiegen sind.“ Überlegungen, wonach die Freien Wähler nach der Landtagswahl am 8. Oktober das Agrarministerium von der der CSU übernehmen könnten, erteilte er dabei eine klare Absage. „Mein dringender Rat: Mehr Demut vor Wahlen und Wählern“, sagte der Ministerpräsident.
In Umfragen war die CSU zuletzt auf einen Bereich zwischen 36 und 38 Prozent abgesackt, sie lag damit teils noch unter ihrem schon historisch schlechten Landtagswahlergebnis von 2018 (37,2 Prozent). Söder und dessen CSU, die die Koalition mit den Freien Wählern fortsetzen wollen, müssen deshalb alles daran setzen, dass es auf den letzten Metern noch einmal einige Prozentpunkte nach oben geht.
Für Söder war es bereits die vierte Wahl zum CSU-Chef. Bei seinem Amtsantritt Anfang 2019 hatte er 87,4 Prozent der Stimmen erhalten, im darauffolgenden Herbst dann mit 91,3 Prozent sein bis dahin bestes Ergebnis eingefahren. Vor zwei Jahren hatten 87,6 Prozent für ihn gestimmt. Bei allen Wahlen gab es keine Gegenkandidaten.
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