Aiwanger über Kanzler Scholz: „Der Sozialdemokrat von heute bringt dem Bauarbeiter eine vegane Brotzeit“
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Da muss Hubert Aiwanger nicht lange nachdenken: Lackschuhe oder Gummistiefel, womit fühlt er sich wohler? „Gummistiefel!“, so die fixe Antwort bei „Schuler! Fragen was ist“.
Der Chef der Freien Wähler blickt auf ein Foto von Kanzler Scholz, der die Hochwasser-Helfer in Sachsen-Anhalt besucht. Und bleibt bei einem Detail hängen: „Hände in der Hosentasche, um nichts anzufassen. Vielleicht denkt der mit, um nichts falsch zu machen. Ist vielleicht besser so, als wenn er irgendwo an einem Rändelrad dreht und irgendwo eine Dieselpumpe kaputt macht.“

Hände in der Tasche: Scholz zu Besuch bei der zentralen Sandsackbefüllungsanlage in Berga (Sachsen-Anhalt)
Wenn der Kanzler sich unters arbeitende Volk mischt, wirkt er immer wie ein Fremdkörper. Dabei müsste sich ein SPD-Politiker doch zu Hause fühlen, wenn um ihn herum malocht wird. Aiwanger lakonisch: „Ja, das war in der guten alten Zeit, wo ein Sozialdemokrat noch zum Arbeiter aufs Gerüst gegangen ist, mit ihm Brotzeit gemacht hat. Aber diese Sprache spricht der Sozialdemokrat von heute ja nicht mehr. Wenn er seine vegane Brotzeit mitbringt zum Bauarbeiter, dann sagt der Arbeiter: ‚Kannst du selber essen‘.“
Das ganze Interview finden Sie hier:
Das Urteil des bayrischen Vize-Ministerpräsidenten über den Typus der SPD-Politiker, die Olaf Scholz verkörpert: „Die finden ja gar nicht mehr den Zugang zur arbeitenden Bevölkerung, weil sie in der Regel selber nicht mehr aus Kreisen kommen, wo man gearbeitet hat. Früher war der normale Sozialdemokrat, war der Vater Arbeiter und selber hat man vielleicht auch noch eine Lehre in der Wirtschaft gemacht und ist dann irgendwie in die Politik geraten. Und heute sind das ja Politprofis, die einfach die linke Szene besetzen. Und wenn die SPD jetzt vermehrt sogar die Grünen links überholen will und Kühnert und Co. dann feststellen, dass ihre Wählerschaft überwiegend von der SPD nach rechts außen weg wandert, dann muss man sich schon fragen: Waren früher lauter Rechtsaußenwähler bei der SPD oder ist das kleine Volk mittlerweile so enttäuscht von dieser Regierung, dass sie nicht mehr wissen, wo sie hingehen sollen?“

Aiwanger im Gespräch mit NIUS-Politik-Chef Ralf Schuler
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