Also doch: Lukaschenko zieht Truppen an der Grenze zur Ukraine zusammen
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Die Befürchtungen der Ukraine der vergangenen Woche haben sich bestätigt: Der weißrussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat größere Truppenverbände an die Grenze zur Ukraine verlegen lassen. Das Außenministerium in Kiew bestätigte in der Nacht auf Montag, ukrainische Geheimdienste hätten beobachtet, dass Weißrussland „unter dem Deckmantel von Übungen eine erhebliche Zahl von Kräften in der Region Gomel in der Nähe der ukrainischen Grenze zusammengezogen hat“.
Kiew warnte Weißrussland davor, unter dem Druck Russlands „tragische Fehler“ zu begehen. Die weißrussische Armee müsse ihre „unfreundlichen Akte“ einstellen. Das Außenministerium forderte Lukaschenkos Streitkräfte auf, ihre Truppen von der Grenze abzuziehen und einen Abstand zur ukrainischen Grenze einzunehmen, der größer sei als die Reichweite ihrer Raketensysteme.
Kiew erklärte zudem, es habe die Anwesenheit von Kämpfern der russischen Söldnergruppe Wagner festgestellt, von denen einige nach dem gescheiterten Aufstand ihres Chefs Jewgeni Prigoschin in Russland im Juni 2023 von Weißrussland aufgenommen worden waren.

Der russische Präsident Wladimir Putin (l) und der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko.
Gefahr für die „weltweite Sicherheit“
Die Ukraine warnte, Militärübungen im Grenzgebiet stellten wegen der Nähe des Atomkraftwerks Tschernobyl eine Gefahr für die „weltweite Sicherheit“ dar. „Wir betonen, dass die Ukraine niemals feindliche Aktionen gegen das belarussische Volk unternommen hat oder unternehmen wird“, fügte das Außenministerium in Kiew hinzu.
Der weißrussische Machthaber Alexander Lukaschenko ist ein enger Verbündeter und Unterstützer von Kreml-Chef Wladimir Putin. Sein Land ist politisch und wirtschaftlich von Russland abhängig. Die EU wirft Weißrussland unter anderem vor, sein Territorium als Aufmarschgebiet für russische Truppen zur Verfügung zu stellen.
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