Antisemit der Woche: Sahra Wagenknecht nennt Israel im Gaza-Krieg „Aggressor“
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In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unsere Preisträgerin Sahra Wagenknecht.
Kaum eine Figur der großen Politik in Deutschland keilt so aggressiv gegen Israel aus wie Sahra Wagenknecht. Sie setzt nicht nur Israels Selbstverteidigung mit dem bestialischen antisemitischen Hamas-Terror gleich, sondern weigert sich schlicht, zum Druck auf die islamistische Terrororganisation aufzufordern. Kürzlich forderte sie ein „vollständiges Waffenembargo gegen Israel und Anerkennung von Palästina als Staat“, wobei sie der Bundesregierung wahrheitswidrig vorwirft, Israel „weiter Waffen für die Vernichtung und Vertreibung der Palästinenser in Gaza zu liefern“.
Dass Israel seit fast zwei Jahren gezwungen ist, einen verlustreichen, teuren sowie medial und politisch nicht zu gewinnenden Krieg zur Zerschlagung der Hamas zu führen, will Wagenknecht nicht anerkennen. Bei X schrieb sie:
„Während die Bundesregierung uns einreden will, wir müssten der angegriffenen Ukraine mit immer mehr Waffen beistehen, damit sie sich gegen den Aggressor Russland verteidigen kann, steht sie im Gaza-Krieg offen auf Seiten des Aggressors und liefert ununterbrochen Waffen an Israel.“

Täter-Opfer-Umkehr: Sahra Wagenknecht behauptet bei X, Israel habe zuerst den Gazastreifen angegriffen – nicht umgekehrt.
Krude Kriegsschuldlüge
Damit weist die als „Putin-Versteherin“ geltende Trotzkistin, die eine Unterstützung der Ukraine ablehnt, obwohl sie vorgibt, sich in der Einschätzung Putins „geirrt“ zu haben, Israel die Kriegsschuld zu. Dabei gibt es überhaupt keinen Zweifel daran, dass die Hamas – und mit ihr weitere islamistische Milizen wie der Islamische Jihad – mit ihrem Überfall am 7. Oktober 2023 und dem Massaker an 1.200 Menschen, dem schlimmsten Massaker an Juden seit dem Holocaust, den noch immer tobenden Krieg im Gazastreifen ausgelöst hat.
In klassischer „1984“-Manier schreibt Wagenknecht Geschichte um und macht die Opfer zu Tätern, um auf sie eindreschen zu können. In ihrer Rhetorik ist sie maßlos, geißelt die „brutale Kriegsführung der Netanjahu-Regierung“. Das barbarische Massaker des 7. Oktober vermag Wagenknecht nicht in Wallung zu bringen, jedoch der Krieg, den die Hamas Israel und eben auch ihrer eigenen Bevölkerung aufgezwungen hat, deren Leiden sie zynisch produziert und instrumentalisiert.
Es sind also nicht die Palästinenser im Gazastreifen, die Wagenknecht interessieren, sondern der jüdische Staat, mit dem sie ein Problem hat und dem sie „Vernichtungskrieg“, „Völkermord“ und „Genozid“ unterstellt. Sahra Wagenknecht hat eine Großdemonstration in Berlin abgehalten – mit berüchtigten Antisemiten wie dem zugeschalteten Roger Waters und dem Rapper Massiv –, die sie als verzweifelten Ruf nach einem Waffenstillstand in Gaza und der Ukraine tarnte, aber „hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“ (Paul Spiegel): Wenn Wagenknecht von „Leichenbergen in Gaza“ faselt und dem jüdischen Staat nachsagt, die Palästinenser auszurotten, gibt sie ihn zum Abschuss frei.
Raunen von „Lobbyeinflüssen“
Den Verdacht, ein Problem mit Juden zu haben, weist sie natürlich brüsk von sich: „Dass es antisemitisch sein soll, den von der rechtsextremen israelischen Regierung zu verantwortenden Völkermord in Gaza beim Namen zu nennen, ist eine Beleidigung all der Jüdinnen und Juden, die in Israel und weltweit Netanjahus Vorgehen in Gaza zutiefst verurteilen und ebenfalls dagegen protestieren“, sagte sie dem Spiegel. Dabei pestet in Israel kein Mensch so wie sie, wer dort gegen den Krieg ist, fürchtet um das Leben der Geiseln und der vielen jungen Soldaten, die dort zum Häuserkampf gezwungen werden.

Wagenknecht behauptet einen „Völkermord in Gaza“, weil auch die Zivilbevölkerung leidet – allerdings als Schutzschild der Hamas.
Die Rolle der Hamas interessiert Wagenknecht nicht, sie betonte zu ihrer Demo vor dem Brandenburger Tor auch, man mache „ausdrücklich“ keinen Gesinnungscheck bei Teilnehmern. Der fiele auch verheerend aus und würde ihr Friedensnarrativ arg in Zweifel ziehen.
Dafür adressiert sie den Zentralrat der Juden in Deutschland. Im August 2024 warf sie ihm vor, Israel nicht ausreichend zu verurteilen: „Ich vermisse die deutliche Kritik des Zentralrats an der Netanjahu-Regierung und ihrem barbarischen Krieg“. Juden in Deutschland, die das Selbstverteidigungsrecht angegriffener Juden in Israel nicht infrage stellen, sind also selbst am Antisemitismus schuld, will Wagenknecht wohl sagen. Mehrmals raunte sie von „Einflussgruppen“ und „Lobbyeinflüssen“, welche die deutsche Israel-Politik bestimmen würden.
Sitzenbleiberin beim Peres-Besuch
Oft betonen Israel-Hasser, sie hätten gar nichts gegen den Staat Israel, nur gegen eine bestimmte Regierung. Allerdings sagen sie das zu allen Zeiten, ganz gleich, wer gerade in Jerusalem regiert. Auch die Premierminister Yitzchak Rabin, Ehud Barak oder Ehud Olmert, die den Palästinensern weit entgegenkamen, waren bei „Israelkritikern“ (Palästinakritiker scheint es nicht zu geben) nie wohlgelitten.
Nicht einmal Shimon Peres, der in Israel als „Taube“ galt, fand Gnade vor Sahra Wagenknechts Augen. 2010, inzwischen Staatspräsident, hielt er anlässlich des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz im Bundestag eine Rede, an deren Ende sich die Abgeordneten von ihren Sitzen erhoben – bis auf drei MdBs der Linkspartei. Eine von ihnen: Sahra Wagenknecht. Das läge „darin begründet, dass ich einem Staatsmann, der selbst für Krieg mitverantwortlich ist, einen solchen Respekt nicht zollen kann“, erklärte Wagenknecht hinterher.
Lob für ihre demonstrative Verweigerung erhielt sie von ganz rechts: Jürgen Gansel von der NPD kommentierte den beschämenden Vorfall so: „Für die Einübung des aufrechten Ganges – in diesem Fall durch demonstrative Beifallsverweigerung – gehört ausnahmsweise einmal einer Kommunistin und einer Trotzkistin Dank ausgesprochen.“
Wenn es um die Abneigung gegen den jüdischen Staat geht, verstehen sich Nazis und Kommunisten einmal ganz gut. Wenigstens diese Bestätigung einer lange gehegten Vermutung haben wir Sahra Wagenknecht zu verdanken.
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