Atom-Revolte bei der Klimakonferenz: Rund 20 Staaten wollen Kernenergie verdreifachen
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- Eine Gruppe von etwa 20 Staaten hat auf der UN-Klimakonferenz in Dubai zum Ausbau der Atomkraft aufgerufen.
- Am Samstag veröffentlichten sie eine gemeinsame Erklärung.
- Unter den Atom-Revoluzzern sind unter anderem die USA, Frankreich, Großbritannien sowie das Gastgeberland Vereinigte Arabische Emirate.
Deutschland mal wieder im irrlichternden Alleingang!
Während wir im April die letzten Kernkraftwerke vom Netz genommen haben, wollen zahlreiche Staaten die Kernkraft ausbauen.
In Dubai wird auf der Weltklimakonferenz im Moment darüber verhandelt, wie die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringert werden kann. Die naheliegendste Lösung: Der Ausbau von Kernkraft.
Mehrere Staaten wollen die installierte Leistung der Atomkraftwerke weltweit bis 2050 verdreifachen – verglichen mit dem Stand von 2020.
Bei „Schuler! Fragen, was ist“ rät Professor Fritz Vahrenholt (SPD), früherer Umweltsenator in Hamburg und ehemaliger Windkraft-Manager, zur Gelassenheit: „Es ist keine Klimakatastrophe in Sicht!“
Belgien, Finnland, Japan und viele mehr haben unterschrieben
Verbreitet wurde die Erklärung durch den US-Klimabeauftragten John Kerry. Zu den Unterzeichnern zählen auch Belgien, Finnland, Japan, Polen, Schweden und die Ukraine, nicht aber Russland und China, die ebenfalls über eine größere Zahl von Atomkraftwerken verfügen.
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Kerry verwies auf Aussagen aus der Wissenschaft, wonach Klimaneutralität bis 2050 ohne Atomkraft „nicht erreichbar“ sei. In der Erklärung wird auch gefordert, dass internationale Finanzinstitutionen den Ausbau der Atomkraft fördern sollen. Dies ist teilweise derzeit in deren Statuten ausgeschlossen.

John Kerry (rechts), Sondergesandter des US-Präsidenten für Klimafragen.
Bundeskanzler Olaf Scholz sagte bei seiner Rede im Plenum der Weltklimakonferenz am Samstag: „Wir müssen jetzt alle die feste Entschlossenheit an den Tag legen, aus den fossilen Energieträgern auszusteigen – zuallererst aus der Kohle. Dafür können wir bei dieser Klimakonferenz die Segel setzen.“
Scholz betonte vor allem die Wichtigkeit der sogenannten „erneuerbaren Energien“ wie Wind und Solar, das Thema Kernkraft erwähnte er mit keinem Wort.
Der Anteil der Kernkraft an der weltweiten Stromerzeugung beträgt derzeit knapp zehn Prozent. Der Höchststand lag 1996 bei 17,5 Prozent.
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