Autor von Regierungspapier gibt zu: Bei Corona wurde Panik verbreitet, beim Klima wird es genau so sein
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Er war Mitglied in der Covid-19-Taskforce des Bundesinnenministeriums (BMI), das im März 2020 das sogenannte Panik-Papier erstellte, um Menschen mit Horrorszenarien zur Einhaltung der Corona-Regeln zu bringen. Nun schockiert der Soziologe Heinz Bude mit verstörenden Prognosen: Auch in künftigen Krisen werde man die Menschen mit übertriebenen Angstszenarien dazu bewegen, sich „richtig“ zu verhalten und sogar „Zwang ausüben müssen“.
„Wir haben gesagt, wir müssen ein Modell finden, um Folgebereitschaft herzustellen“.
„Wir sagen denen, es sieht so nach Wissenschaft aus“
Selten hat jemand so unverhohlen zugegeben, mit welchen Methoden die Regierung Menschen in der Corona-Zeit zum Gehorsam gezwungen hat wie Soziologie-Professor Heinz Bude von der Universität Kassel kürzlich auf einer Podiumsdiskussion der Universität Graz mit dem Titel: „Gesellschaft im Ausnahmezustand – Was lernen wir aus der Coronakrise?“
Das Flatten-the-Curve-Modell, das man nutzte, nannte Bude „so ein bisschen wissenschaftsähnlich“. Man habe es von einem Wissenschaftsjournalisten „geklaut“.
Hier die Aussagen des Corona-Panik-Papier-Strategen Heinz Bude im Video:
Bude weiter: „Wir haben gesagt: Wie können wir die Leute überzeugen, mitzutun? Wir sagen denen, es sieht so nach Wissenschaft aus. Man sagt, ‚wenn ihr schön diszipliniert seid, könnt ihr die Kurve verändern‘. Das heißt quasi, es gibt eine Veranschaulichung von individuellen Verhaltensveränderungen in einer Art von wissenschaftlicher Darstellbarkeit.“ Man habe es „irgendwie toll“ gefunden, „so ein quasi Wissenschaftsargument“ in der Hand zu haben.
Corona-Stratege kündigt an: „Man wird Zwang ausüben müssen auf Leute“
Bizarr: Bude entschuldigte sich nicht etwa für die grundlose Panikmache – im Gegenteil. Er kündigte sogar an, dass derartige Strategien auch in Zukunft Mittel zum Zweck sein werden, um Menschen dazu zu zwingen, sich dem Willen der Entscheidungsträger entsprechend zu verhalten.
Mit diesen verstörenden Strategien wollte die Bundesregierung die Bevölkerung 2020 zum Einhalten der Corona-Regeln bringen:

„Meiner Ansicht nach laufen wir absehbar wieder auf singuläre Krisen hinaus. Nehmen wir nur Extremwetterereignisse. Und singuläre Krisen, die ich vor Augen sehe, werden damit zu tun haben, dass man auf individuelles Verhalten zugreifen muss. Bei Extremwetterereignissen wird man Leute evakuieren müssen. Man wird Leuten sagen müssen: Du kannst dein Haus nicht mehr an dieser Stelle aufbauen. Und man wird Zwang ausüben müssen auf Leute, die sagen: Ich habe aber andere Informationen, ich lasse mich hier nicht evakuieren. Und zwar legitimen Zwang.“
Ideen, die nach lupenreinen Praktiken einer sozialistischen Diktatur klingen.
„Auf individuelles Verhalten zugreifen!“
Der Soziologe rechnet damit, dass derartige Krisen sich häufen werden. „Wir werden in der Zukunft vermehrt mit Situationen zu tun haben, solche Art von Krisen, die individuelle Verhaltensveränderungen verlangen, wenn man den Krisen als Gesellschaft in kollektiver Handlungsfähigkeit standhalten will. Und das ist das entscheidende Argument: Können wir das überhaupt in einer modernen, liberalen Gesellschaft? Geht das eigentlich? Und muss man da nicht hinterrücks ganz furchtbare Dinge wie Angstkommunikation, also sozial-psychologische Dinge benutzen, um solche Arten von Folgebereitschaften zur Veränderung von individuellem Verhalten vorzunehmen?“
Die Krisen, die uns laut Bude bevorstehen, sind Kriege, Pandemien und Extremwettereignisse. „Das ist absehbar“, so der Professor.
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