Berlins Innensenatorin Spranger: Bürgermeister Wegner war nach dem Strom-Anschlag nicht erreichbar
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Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) beschwerte sich in einer CDU-Sondersitzung anlässlich der Tennis-Affäre über Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Wie die B.Z. berichtet, wirft Wegner der Innensenatorin vor, ihn erst um 8:07 Uhr über den Strom-Anschlag informiert zu haben, während andere Senatoren deutlich früher benachrichtigt worden seien. Brisant: Laut Spranger war Wegners Handy ausgeschaltet.
Laut B. Z. schilderte Spranger detailliert die Abläufe jenes Samstags, an dem ein Terror-Akt weite Teile Berlins ohne Strom zurückließ: „Mich erreichte am Samstag, dem 3. Januar, um 7:15 Uhr die Nachricht, dass es um 6:12 Uhr zu einem Brand an einer Kabeltrasse in Berlin-Lichterfelde gekommen ist.“ Feuerwehr und Polizei waren zu jenem Zeitpunkt bereits im Einsatz. Spranger weiter: „Um 7:45 Uhr hatte ich eine erste koordinierende Schalte unter anderem mit meinem Staatssekretär für Inneres, Christian Hochgrebe, und dem Leiter der Abteilung 3 durchgeführt. Hierbei haben wir auch bereits die Strukturen zur Krisenbewältigung in meinem Haus vereinbart.“

Ein Krisenmanagement als Hypothek: Wegner dürfte im bevorstehenden Wahlkampf Angriffsfläche bieten.
Um 8:05 Uhr habe sie dann Wegner per Telefon informieren wollen: „Das war noch ausgeschaltet, samstags nicht unüblich“, so Spranger. Deshalb habe sie „den Regierenden Bürgermeister um 8:07 Uhr schriftlich entsprechend informiert“.
Wegner hatte Spranger zuvor dafür kritisiert, dass sie ihn erst um 8.07 Uhr informiert hatte. Die Senatskanzlei weist Sprangers Behauptung allerdings zurück. „Das Handy des Regierenden Bürgermeisters ist nie ausgeschaltet“, sagte Senatssprecherin Christine Richter zur B.Z. „Geht er nicht sofort ran oder es ist besetzt, springt die Mailbox an.“

Kai Wegner und seine Partnerin Katharina Günther-Wünsch beim Ball der Wirtschaft im Februar 2025
Berliner Grüne wollen von Tätern ablenken
Auch ein internes Schreiben der Berliner Grünen-Fraktion machte am Montag Schlagzeilen. Das Dokument, das der Bild vorliegt, zeigt, dass die Partei in der Debatte um den Anschlag von den Tätern ablenken möchte, und stattdessen versucht, die Schuld bei Wegner abzuladen.
In der Mail an alle Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, diktiert die Fraktionsführung laut Bild die „Kommunikationslinie“ zum Thema „Stromausfall/Wegner“.
Dort heißt es: „Wir haben ein strategisches Interesse daran, dass die Debatte um Kai Wegner lange medial begleitet wird und als Führungs-/Kompetenzfrage beim Regierenden Bürgermeister hängen bleibt.“ Die Botschaft laute: „Kai Wegner kann Krise nicht.“ Wörtlich heißt es in der Grünen-E-Mail: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen.“
Wegner war am betreffenden Samstag sogar eine Stunde beim Tennisspielen mit seiner Lebensgefährtin:
Auch Nachfrage teilte die Grünen-Fraktion der Bild dann plötzlich mit: „Wir verurteilen diesen mutmaßlich linksextremen Anschlag. Die Attentäter*innen gehören so rasch wie möglich vor Gericht gestellt und verurteilt. Das war für uns immer klar. Wir wollen uns darauf konzentrieren, wie wir unsere Stadt künftig besser schützen können.“
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