Blabla-Interview: Dieser Mann ist der Grund, warum Menschen sich von der Politik abwenden
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Wenn Sie wissen wollen, warum sich viele Menschen enttäuscht von der Politik abwenden, schauen Sie dieses Video. Sie müssen diesen Text gar nicht mehr bis zum Ende lesen, sie müssen sich nur dazu durchringen, dieses Video zu schauen, auch wenn es zwischendurch unerträglich ist, dem Mann beim Nichts-Sagen zuzuhören:
Es ist eines der großen Worte unserer Zeit: Politikverdrossenheit. Immer mehr Menschen sind demokratiemüde, vertrauen den Politikern nicht mehr oder haben schlichtweg keine Lust mehr auf die Parteien. Sie wurden zu oft enttäuscht in den letzten Jahren. Die Debatten über diese Politikverdrossenheit sind mindestens genau so ermüdend wie die Politik, die dazu führt. Der SPD-Politiker Philipp da Cunha aus Meckenburg-Vorpommern ist die fleischgewordene Antwort auf die große Frage, woher diese Schnauze-Voll-Mentalität kommt.
Wir sehen da Cunha, parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion, im Gespräch mit dem NDR. Der Journalist will von ihm wissen, was der Bürgerdialog der SPD-Fraktion gekostet hat. Eine ganz einfache und vor allem legitime Frage. Gezahlt hat schließlich nicht da Cunha oder ein anderer Genosse aus der Privatkasse, sondern der Steuerzahler. Brisant wird die Frage, wenn man weiß, dass der Bürgerdialog rein zufällig in ein Vier-Sterne-Haus gelegt wurde, das dem Ehemann der stellvertetenden SPD-Fraktionschefin im Landtag gehört. Ein Schelm, wer da an Vetternwirtschaft denkt. Und genau dazu soll der SPD-Politiker nun Stellung beziehen.
Der SPD-Mann freut sich über seine eigene Dreistigkeit
Was macht da Cunha? Er robotert eine vorgefertigte Nicht-Antwort runter, faselt von ortsüblichen Preisen und einer 15-jährigen Tradition der SPD-Bürgerdialoge, die überall im Land stattfinden würden. Und zwar nicht einmal. Sondern zehnmal. Wirklich. Zehnmal hakt der NDR-Reporter nach. Und bekommt immer wieder dieselbe Nicht-Antwort.
Viele Reporter hätten das Gespräch nach der 2. Nachfrage abgebrochen. Der NDR-Mann bleibt nüchtern und hakt immer weiter nach. Und da Cunha? Entwickelt richtig Spaß daran, die Frage nicht zu beantworten. Er lächelt über seine eigene Dreistigkeit. Haha, eure Fragen sind mir doch egal!
Es ist das Selbstverständnis einer abgehobenen Klasse, die dieser Demokratie schadet. Politik und öffentliche Ämter als Selbstbedienungs-Laden ohne Rechtfertigungs-Pflicht.
Da Cunha wurde vom Volk in ein Parlament gewählt. Er ist Angestellter des Volkes, ein Diener der Demokratie. Zumindest in der Theorie. In der Praxis hält er nur die Hand auf und lacht sich kaputt über Menschen, die wissen wollen, was mit ihrem Geld geschieht. Die den Verdacht haben, das Geld wird missbraucht. Er räumt diesen Verdacht weder auf noch ein – er zertrümmert das Vertrauen nur noch weiter.
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