CDU-Vizechefin Prien: Asylbewerberzuzug auf Dauer nicht zu bewältigen
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Der anhaltend starke Zuzug von Asylbewerbern nach Deutschland ist nach Überzeugung der stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden Karin Prien auf Dauer nicht zu bewältigen. Weder Kommunen noch Schulen oder Kitas würden das auf Dauer schaffen, sagte Prien.
„Wir haben uns ja sehr klar bekannt zur Aufnahme der Menschen, die vor Krieg und Zerstörung in der Ukraine fliehen.“ Das seien mehr als eine Million Menschen innerhalb eines Jahres.

Für die umstrittene Asylbewerber-Unterkunft im 500-Einwohner-Dorf Upahl werden die ersten Container angeliefert.
Auch sei sie nach wie vor der Meinung, dass Deutschland als reiches Land mit einer historischen Verantwortung Menschen, die politisch verfolgt werden, aufnehmen soll. „Aber wir müssen uns auch ehrlich machen, viele kommen nach Europa und besonders gerne nach Deutschland, weil sie ein besseres Leben für sich und ihre Familie wollen. Und da müssen wir zu einer Reduzierung der Zahlen kommen“, sagte Prien, die in Schleswig-Holstein Bildungsministerin ist.
Die CDU-Politikerin verwies auf die Vorschläge der Europäischen Kommission, die umgesetzt werden müssten. „Da muss jetzt Tempo gemacht werden. Wenn wir weiter eine gesellschaftliche Akzeptanz für die Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen erhalten wollen, dann werden wir wirksame Möglichkeiten zur Begrenzung finden müssen.“

Karin Prien (CDU), spricht während einer Grundsteinlegung auf dem Gelände der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Ihr sei jeder Schutz an der Außengrenze lieber als weitere Maßnahmen an den Binnengrenzen. Gleichzeitig müsse sich Deutschland aber für eine qualifizierte Fachkräftezuwanderung öffnen. „Das ist der Spagat, den wir in Deutschland schaffen müssen.“
Zuwanderung sei ein Thema, das sehr viele Menschen in Deutschland beschäftige. Prien sagte, alle demokratischen Parteien wären gut beraten, wenn sie ihre Konzepte zum Thema Zuwanderung überprüfen.
„Aber nicht, um den AfD-Wählern zu gefallen, sondern, weil wir Lösungen brauchen. Alle demokratischen Parteien müssen sich angesichts des schwindenden Vertrauens in die demokratischen Parteien und die demokratischen Institutionen größte Sorgen machen und nicht aufeinander zeigen.“
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