CDU-Experte de Vries fordert: Steigende Kinderarmut „weiterer Grund, Asyl-Migration zu begrenzen“
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Rund die Hälfte der Kinder und Jugendlichen, die von Bürgergeld leben müssen, sind nicht-deutsch – die Zahl hat sich in den vergangenen acht Jahren mit Flüchtlingskrise und Ukraine-Krieg von 365.000 auf 935.000 beinahe verdreifacht (NIUS berichtete). Der Migrations-Experte der CDU, Christoph de Vries, sieht in dieser Entwicklung einen weiteren Grund, die Migration nach Deutschland zu begrenzen.
De Vries spricht gegenüber NIUS von einer „erschreckenden Entwicklung“, die aber logisch dem folge, was am Arbeitsmarkt zu beobachten sei. De Vries: „Rund die Hälfte der erwerbsfähigen Menschen aus den Haupt-Asyl-Herkunftsländern Syrien, Afghanistan und Irak lebt von staatlichen Sozialleistungen. Sehr viele bringen nicht die schulischen und beruflichen Qualifikationen mit, die es auf dem Arbeitsmarkt braucht und sind dauerhaft von staatlichen Hilfen abhängig. Die dadurch steigende Kinderarmut ist ein weiterer Grund, die Asyl-Migration spürbar, konsequent und dauerhaft zu begrenzen.“

CDU-Migrationsexperte Christoph de Vries
Zwei Millionen Kinder und Jugendliche sind in Deutschland von Sozialhilfe abhängig – genauso viele wie vor der Beginn der Flüchtlingskrise 2015.
Seither ist der Anteil ausländischer Kinder von knapp 19 Prozent jedoch auf nun fast die Hälfte angestiegen. Mit einem Zuwachs von 340.000 Kindern und Jugendlichen nehmen Zuwanderer den Großteil ein. Kinder und Jugendliche, die aus der Ukraine geflohen sind, sorgen für einen Zuwachs von rund 230.000 Bürgergeld-Empfängern. Die Zahl deutscher Kinder, die vom Staat leben, ist im selben Zeitraum um ein Drittel von 1,57 auf rund 1 Million gesunken.
Heißt: Der Abbau der Kinderarmut in einheimischen Familien wurde durch Zuwanderung und damit verbundene Probleme bei der Integration egalisiert.

Die grüne Familienministerin Lisa Paus will das Problem mit mehr Geld in den Griff bekommen: Ursprünglich sollten es 12 Milliarden Euro sein, heute fordert sie noch 3,5 Milliarden Euro extra für ihre sogenannte Kindergrundsicherung.
Ebenso wie Finanzminister Christian Lindner ist auch de Vries skeptisch: „Mehr Geld allein ändert daran nichts und ist auch keine Lösung. Im Gegenteil, noch mehr Geldleistungen befördern das Verharren der Eltern in der Erwerbslosigkeit und schaffen keinen Anreiz, auf eigenen Beinen zu stehen.“
Lindner hatte beim Tag der offenen Tür des Finanzministeriums die statistische Verbindung zwischen Zuwanderung und Kinderarmut benannt und infrage gestellt, ob mehr Geld für die Eltern helfen würde. „Oder ist es nicht mindestens diskussionswürdig, in die Sprachförderung, Integration, Beschäftigungsfähigkeit der Eltern zu investieren und die Kitas und Schulen für die Kinder so auszustatten, dass sie vielleich das aufholen können, was die Eltern nicht leisten können“, so der FDP-Chef.
CDU-Politiker de Vries schlägt in eine ähnliche Kerbe: „Um gute Perspektiven für Kinder aus prekären Familien zu schaffen, brauchen wir ein Zukunftschancengesetz mit verpflichtender frühkindlicher Sprachförderung, damit diese Kinder mit einigermaßen gleichen Chancen in ihre Schullaufbahn starten, besseren Betreuungsmöglichkeiten, gezielter Förderung von leistungsschwächeren Kindern, Hausaufgabenbetreuung und ganzheitlichen Förderkonzepten.“
Wichtig sei weiterhin, „dass Kinder gesellschaftliche Teilhabe genießen, im Fußballverein mitspielen oder ein Instrument lernen können. Aber dies lässt sich über Gutscheine und dergleichen relativ unkompliziert lösen“.
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