„Diesen rassistischen Angriff hat es so niemals gegeben“
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Ein 8-jähriges Mädchen aus Ghana soll ins Gesicht getreten worden sein. Mehrere Politiker, unter anderem Nancy Faeser, verurteilten die Tat als rassistischen Angriff scharf. Doch jetzt zeigt ein Video: Diesen Vorfall hat es so nicht gegeben.
Darüber sprachen am Dienstagmorgen NIUS-Reporter Julian Reichelt und Björn Harms mit Alex Purrucker bei NIUS LIVE.
„Wir haben ein vollkommen neues Level der Propaganda auf höchster Ebene erreicht“
Reichelt rekapituliert die Ereignisse: „Seit drei Tagen ist uns von interessierter Seite erzählt worden, es habe einen übelsten rassistischen Angriff in Grevesmühlen, das ein kleiner Ort in Mecklenburg-Vorpommern gegeben. Die zentralen Worte bei diesem Angriff lauteten: ‚Ins Gesicht getreten‘. Ein achtjähriges Mädchen aus Ghana ins Gesicht getreten. Bei diesen Worten: ‚Ins Gesicht getreten‘, muss man natürlich sagen, dass jeder Mensch, der ein Herz hat, dass jeder Mensch, der Anstand hat, das nur aufs Schärfste verurteilen kann und das nur als abscheulich und widerlich empfinden kann. Das Problem – Diesen Vorfall hat es so niemals gegeben.“
Reichelt weiter: „Das wurde drei Tage lang genutzt und instrumentalisiert für linksgrüne Agenda, für den Kampf gegen rechts. Die Bundesregierung macht aus unserem Land wieder eine dunkle, dumpfe Hölle des Rassismus, wo kleine Kinder nicht sicher über die Straße gehen können, ohne von dumpfen, idiotischen Rassisten ins Gesicht getreten werden zu können. Wie jetzt Videoaufnahmen beweisen und wie die Polizei, das ist ganz wichtig, wie die Polizei offiziell bestätigt, existiert dieser Fall so einfach nicht. Es hat diesen Angriff nicht gegeben und wir haben uns hier bei NIUS in den letzten 18 Stunden die nun aufgetauchten Videobilder angesehen. Und man muss sagen, wenn man diese Bilder sieht: Wir haben ein vollkommen neues Level der Propaganda auf höchster Ebene erreicht.“
„Wir sehen also eine vollkommen andere Situation als das, was uns in den Medien und von der Bundesregierung geschildert worden ist.“
Reichelt fasst noch einmal zusammen: „Was uns von allen Medien im Land und der Bundesregierung erzählt worden ist, ohne jegliche Ermittlungen abzuwarten, ist: Ein kleines Mädchen ist ins Gesicht getreten worden von Rechtsextremen, von Rassisten, von Skinheads. Alle Formulierungen flogen da durcheinander. Nun sehen wir: Diese ungefähr fünf Minuten langen Videoaufnahmen zeigen eine vollkommen andere Situation.“
Reichelt weiter: „Für mich die wichtigsten Punkte, nachdem ich mir dieses Video angesehen habe. Die angeblich verängstigten Kinder, die angeblich angegriffenen Kinder, werden von ihren Eltern, unter anderem von der Mutter an die Hand genommen und in diese Situation mit dieser Gruppe von Jugendlichen immer wieder hineingezogen. Wenn Kinder angegriffen werden, würde jeder Vater, jede Mutter den Impuls haben, die Kinder zu schützen, sie wegzubringen von der Situation. Auf dem Video sehen wir, wie die Kinder an der Hand gegriffen und in die Situation hineingezogen werden.“

Die Mutter zieht ihre Tochter an der Hand in die Gruppe von Jugendlichen
Die aggressiv wirkende Gruppe Jugendlicher versucht zu deeskalieren, so Reichelt: „Dann passiert aber etwas Interessantes. Die Jugendlichen, die aggressiv wirken in dem Video, werden von anderen Jugendlichen zurückgehalten, nachdem, was wir auf dem Video sehen. Sie gehen nicht etwa auf diese Familie aus Ghana los, sondern sie werden von anderen Jugendlichen zurückgehalten. Wir hören immer wieder: Beruhigt euch, jetzt ist auch mal gut. Und so weiter. Wir sehen also eine vollkommen andere Situation als das, was uns in den Medien und von der Bundesregierung geschildert worden ist.“
„Dieser Aufbau von solchen Märchen soll von politisch gewünschter, Massenmigration ablenken“
Reichelt kritisiert die Reaktion der öffentlich-rechtlichen Medien: „Die Tagesschau macht eine Schwerpunktsendung zu Grevesmühlen, schaltet auf den Sportplatz, wo Menschen, mit Transparenten gegen rechts, auf dem Sportplatz stehen. Und davor steht der höchst aufgeregte Moderator: Ja, ja, ja, schrecklich, was hier passiert ist und erzählt eine Geschichte, die, das muss man ja jetzt sagen, schlichtweg nicht existiert. Also dieses Zusammenwirken aus öffentlich-rechtlichen Medien und der Zivilgesellschaft vor Ort, diesen politischen Mechanismen, das ist schon verdammt eingespielt.“
Harms ergänzt: „In der Tagesschau, haben die ja dann wieder noch einen draufgesetzt. Also auch wieder dieses Mantra von wegen AfD hat mitgeschlagen drang auch so ein kleines bisschen wieder durch. Und ich glaube, ein Psychologe oder Psychiater, ich bin mir nicht sicher, der interviewt wurde zu dem Fall. Da kam im Nachhinein raus: Aha, wieder mal ein Parteipolitiker. Ich glaube, es war in diesem Fall die Linkspartei. Wieder mal verschwiegen. Also diese Mechanismen, die sind immer gleichen.“

Ein Jugendlicher versucht die Situation zu deeskalieren
Reichelt analysiert: „Das, was mich daran besonders beunruhigt an diesem Mechanismus, man muss sich ja immer fragen: Wofür machen die das? Inzwischen erkennen wir eindeutig: Dieses rechts-rassistisch-extremistisch Narrativ ist ein Abschreckungsnarrativ. Menschen sollen es nicht mehr wagen, über das zu sprechen, was ihnen wichtig ist.“
Reichelt weiter: „Und das ist die Frage: Welches Thema könnte das sein? Es ist vollkommen eindeutig: Es ist die Migration, die Bundesregierung und dieser politisch mediale Hauptstadtkomplex versucht eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung davon fernzuhalten, das Thema Migration so zu thematisieren, wie die Mehrheit im Land es gerne thematisiert hätte, nämlich im Sinne von: Wir müssen diese illegale Migration stoppen. Dieser Aufbau von solchen Märchen, von solchen Lügen hat nur einen einzigen Zweck. Menschen, die sagen, wir müssen mal über Migration sprechen, sollen sagen: Ja, aber jetzt vor dem Hintergrund von Grevesmühlen, sprechen wir mal lieber nicht über Migration.“
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