Douglas Murray mit Nazi-Vergleich und Hamas-Klartext: Wer ist der Mann, über den gerade alle sprechen?
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Viel deutscher kann eine „Diskussion“ nicht mehr werden …
Laut linken Journalisten und Aktivisten habe der des Rechtsradikalismus bisher unverdächtige Gesundheitsminister Karl Lauterbach sich der Holocaust-Verharmlosung schuldig gemacht. Diesen Quatsch begründen sie damit, dass er ein Interview mit dem renommierten britischen Publizisten Douglas Murray auf Twitter verbreitete. Was hatte Murray gesagt? Der Brite sprach über den Hamas-Horror vom 7. Oktober und verwies darauf, dass das Hitler-Regime seine Gräueltaten nicht plakativ und offiziell zelebrierte, in dieser Hinsicht seien die Hamas-Terroristen sogar noch barbarischer.
Wer Karl Lauterbach ist, wissen die meisten. Aber wer ist Douglas Murray? Was sind seine Thesen? Ein genauer Blick lohnt.

Karl Lauterbach teilte auf seinem Twitter Account dieses Interview mit Douglas Murray. Inzwischen ist der Tweet gelöscht.
Europa, eine zivilisationsmüde Gesellschaft, die „süchtig nach Einwanderung“ ist
Douglas Murray hat als Bestseller-Autor vor allem über sein 2017 erschienenes Buch „Der Selbstmord Europas. Immigration, Identität, Islam“ internationale Bekanntheit erlangt.
Er prangert darin eine „existenzielle Zivilisationsmüdigkeit“ an, Europa sei nach dem Zweiten Weltkrieg „süchtig nach Einwanderung“ geworden, „habe seinen Glauben an seine Überzeugungen, Traditionen und an seine eigene Legitimität“ verloren und sich stattdessen „Selbsttäuschungen“ hingeben, etwa der Annahme, dass Menschen aus islamischen Ländern wie Eritrea oder Afghanistan schließlich wie selbstverständlich normale Europäer würden. Daher, so die naive Hoffnung, werde „Europa immer noch Europa bleiben und seine Bevölkerung werde im Geiste von Voltaire und Paulus, Dante, Goethe und Bach zu einer Einheit zusammenwachsen.“

Der britische Autor Douglas Murray hat sich vor allem als Islamkritiker hervorgetan.
Die düstere Realität der Masseneinwanderung gibt Murray Recht. „Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf!“, sagte die Grüne Karin Göring-Eckardt 2015, heute wundert sich ihre Parteigenossin Annalena Baerbock darüber, dass Juden sich verstecken müssen. Sowas kommt von sowas, möchte man ihr entgegenhalten.

„Unsere Welt wird bunter werden. Und ich freu mich drauf." Das sagte Katrin Göring Eckhardt 2015 beim Grünen-Kongress in Halle.
Diskussionsfreiheit durch Merkel verhindert
Murray dürfte im hiesigen Juste Milieu auch deshalb so unbeliebt sein, weil er sich insbesondere das Merkel-Deutschland zur Brust nahm, jene von sich selbst berauschte Nation, die die fatalen Entwicklungen „angetrieben“ habe.
Eine Korrektur erfordere daher, dass die Probleme „von Deutschland vernünftig angegangen werden“. Merkel habe aber nicht nur eine europagefährdende „Realität über unseren Kontinent gebracht“, sondern obendrein eine gesellschaftliche Debatte darüber verhindert.
„Auf dem Höhepunkt der Krise, im September 2015, fragte die Kanzlerin Merkel Facebook-Chef Mark Zuckerberg, was man tun könne, um die Bürger Europas davon abzuhalten, ihre Migrationspolitik auf Facebook zu kritisieren“, schreibt Murray.

Angela Merkel und Mark Zuckerberg beim UN Nachhaltigkeitsgipfel 2015 in New York.
Tatsächlich bestätigte eine Facebook-Sprecherin damals: „Wir sind entschlossen, in dieser wichtigen Frage eng mit der deutschen Regierung zusammenzuarbeiten“, so die Daily Mail.
Was deutsche Medien als Zusage für einen Kampf gegen „Hassparolen“ framten, kommentiert Murray mit einem Plädoyer für einen lebendigen Austausch: „Es hätte unbegrenzte Kritik, Gedanken- und Diskussionsfreiheit gegen müssen. Im Rückblick ist es wahrlich bemerkenswert, wie weit wir unsere Diskussionsfreiheit eingeschränkt haben, während wir unsere Heimat für die Welt öffneten.“ Es sei eine „der finstersten Entwicklungen der letzten Jahre, dass ein Zusammenschluss von Regierungsbehörden und privaten Firmen darüber entscheidet, was ‚Hassrede‘ ist. Dem kommt nur noch die – auch an Kinder – gerichtete Aufforderung gleich, Leute zu melden, die falsche Ansichten äußern.“
Die Öffentlichkeit wollte aber ernste Antworten auf entscheidende Fragen: „Sie will zum Beispiel wissen, ob diese Menschen, die gekommen sind, für immer bleiben werden, was sie hier tun und werden wollen. Man will wissen, ob die Einwanderer Deutsche werden wollen, und wenn ja, was es bedeutet, ein Deutscher zu sein.“
Schreiben so Rassisten, wie ihn Linke diffamieren? Glauben diese nun, dass Afghanen durchaus Deutsche werden könnten, wenn sie dies denn wollten? Natürlich nicht.
Können nur Weiße Nazis sein?
Wenn Journalisten jemanden diffamieren wollen, ohne sich mit ihm zu beschäftigen, aber keine Verantwortung für die eigenen Worte übernehmen möchten, legen sie unbekannten Dritten die eigene Hetze in den Mund.
Douglas Murray „gilt vielen als konservativer bis rechtsextremer Aktivist“, so das Redaktionsnetzwerk Deutschland, das teilweise im Besitz der SPD ist. Wer das Video mit Murray anerkennend teilte, dem „wurde Geschichtsvergessenheit und Holocaust-Relativierung vorgeworfen“, heißt es weiter. Nun weiß jeder, dass „rechtsextrem“ nur ein höflicherer Ersatz für „Nazi“ ist. Den Diffamierern zufolge dürfe man Douglas Murray einen Nazi nennen, aber nicht die Hamas.
Mörderbanden, die programmatisch gegen Juden hetzen und sie abschlachten, weil sie „keine Menschen“, sondern „fremdartige Bakterien“ seien (O-Ton Hamas-Funktionär Abdallah Jarbu), sollen nicht unter Naziverdacht gestellt werden, sondern Publizisten, die die Besonderheit des Pogroms vom 7. Oktober herauskehren: das öffentliche Zelebrieren des Blutrausches.
In der Tat haben die Nationalsozialisten den Holocaust offiziell geheim gehalten. Die Deutschen filmten ihre Morde nicht, um sich mit ihrem Schrecken vor der Weltbevölkerung zu brüsten oder die eigene Bevölkerung damit zu enthemmen und aufzuhetzen. Die industriell betriebenen Konzentrationslager waren ins Ausland ausgelagert. Auschwitz liegt in Polen, nicht in Deutschland.

Der brutale Angriff der Hamas-Terroristen auf Israel am 7. Oktober forderte mindestens 1300 Todesopfer.
Mindestens 1.200 getötete Israelis, darunter Babys, Kinder, Holocaust-Überlebende, und mehr als 4121 Verletzte genügen deutschen Journalisten und Politikern nicht, um Nazivergleiche legitim zu finden.
Der Historiker und Afrikawissenschaftler Jürgen Zimmerer nennt Murray möglicherweise justiziabel einen „islamophoben Rechtsradikalen“ und schwadroniert von einer „Entlastungsislamophobie“. Auch die „afrodeutsche Serbokroatin oder serbokroatische Afrodeutsche“, wie sich die Autorin Jasmina Kuhne bezeichnet, krakeelt fast wie eine deutsche Woke-Einheimische: Murrays Nazivergleich sei eine „Schande“ gewesen. Das Patent auf Holocaust-Barbarei beanspruchen eben immer noch die Deutschen.
Vorwurf der Geschichtsvergessenheit? Zurück an den Absender!
Der Vorwurf der Geschichtsvergessenheit ist gegen die Absender zu wenden. Zur Erinnerung: Während des Zweiten Weltkriegs bekundeten Araber und Muslime große Sympathien für die Nazis. Wäre 1942 in Nordafrika die Wehrmacht von den Alliierten nicht zurückgeschlagen worden, hätte sich der Holocaust auf die arabischen Juden ausgedehnt. So hatte es Hitler mit Großmufti von Jerusalem Husseini am 28. November 1941 verabredet; darum gab es auch eine muslimische SS-Division.
Die Gleichsetzung von Hamas und SS ist nicht nur aufgrund der beiden gemeinen Grausamkeit legitim, sondern wegen historischer Kontinuität. Auch heute noch marschieren Hamas-Terroristen mit Hitlergrüßen auf.
Was sonst außer Nazis sollen sie denn sein? Militante Befreiungskämpfer? Radikalisierte Konservative? Braucht es nur bessere Hate-Speech-Gesetze gegen Gazas migrantische Wutbürger? Es sind die Diffamierer Murrays, die die Hamas verharmlosen: eine schwer in Worte zu fassende Barbarei, die an den Holocaust gemahnt.
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