Duisburgs SPD-Bürgermeister über seine Partei: „Ich habe keine Lust, verarscht und beschissen zu werden“
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In Nordrhein-Westfalen haben die Bürger am Sonntag ihre Oberbürgermeister und Bürgermeister gewählt, doch in vielen Städten bleibt es spannend. In kaum einer Großstadt konnte ein Kandidat direkt im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent holen, die meisten Rathäuser gehen in die Stichwahl. Ein Noch-Amtierender rechnet jetzt mit deutlichen Worten mit seiner Partei, der SPD, ab!
Auch in Duisburg: Amtsinhaber Sören Link (SPD) kam auf starke 46 Prozent, muss aber in zwei Wochen noch einmal antreten – gegen Carsten Groß von der AfD, der 19,7 Prozent erreichte.
Trotz des klaren Vorsprungs rechnet Link hart mit seiner eigenen Partei ab. „Der Kurs der SPD scheint nicht zu passen“, erklärte er und betonte, er habe sich mit einer klaren Linie durchgesetzt: Razzien gegen Sozialbetrug im „Weißen Riesen“, Klartext bei Migration und anderen Krisenthemen.

Sören Link bei einem Wahlkampf-Termin in Duisburg mit Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas. Link fühlt sich von den Sozialdemokraten verraten.
Zu Bild sagte Link: „Ich bin Mitglied der Partei der Arbeit geworden, bin für soziale Gerechtigkeit. Ich habe keine Lust, verarscht und beschissen zu werden. Das ist aber genau das, was da passiert.“ Die klassischen SPD-Wähler seien für ihn „die, die hart arbeiten und morgens früh aufstehen“.
Links Botschaft ist klar: Er wirft seiner Partei vor, ihre Kernthemen und Stammwähler verraten und nicht zuletzt an die AfD verloren zu haben.
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