GDL-Chef Weselsky berät jetzt die Partei Bündnis Deutschland
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Sein Name steht für Stillstand und Bahn-Chaos: Doch jetzt will Lokführer-Gewerkschafter Claus Weselsky (CDU) die neue Partei „Bündnis Deutschland“ (BD) beraten, wie Parteichef Steffen Große gegenüber NIUS bestätigte.
„GDL-Chef Weselsky und Bündnis Deutschland haben ein Mobilitätskonzept für Deutschland verabredet. Darin soll es um alle Verkehrswege und nötige Investitionen in den nächsten 10 bis 20 Jahren gehen. Zu den Zielen gehört unter anderem, das Straßennetz vom LKW-Verkehr zu entlasten, alle Verkehrswege zu optimieren und die Versorgungssicherheit in der gesamten Infrastruktur zu verbessern“, so Große.

Steffen Große ist seit November 2022 Bundesvorsitzender der Partei „Bündnis Deutschland“.
Schienen, Schichten und ein neues Bündnis
Bündnis Deutschland sei sich mit Weselsky auch darin einig, dass die Schiene unterfinanziert ist und die Attraktivität für die Berufe im Bahnverkehr gesteigert werden müsse, sagte Große und zitierte Weselsky mit den Worten: „Der permanente Fachkräftemangel im direkten Bereich des Eisenbahnsystems muss mit vollkommen neuen Konzepten beseitigt werden. Schichtsysteme 24 Stunden am Tage – 7 Tage die Woche – 365 Tage im Jahr sind unvermeidbar, aber genau deswegen müssen die Berufe noch wesentlich attraktiver gestaltet werden!“
Große, der früher in der CDU, später bei den Freien Wählern Mitglied war, ist Bundesvorsitzender von „Bündnis Deutschland“, einem Zusammenschluss mehrerer Kleinparteien wie etwa dem Bürgerlich-Freiheitlichen Aufbruch, der Christdemokratisch-Liberalen Plattform, der Bürgerallianz Deutschland und der „Bürger in Wut“ aus Bremen. Die Partei hat nach eigenen Angaben rund 1000 Mitglieder und sieht sich als bürgerlich-konservative Sammlungsbewegung und Alternative zur Union.

Claus Weselsky ist als knallharter Gewerkschaftler bekannt.
„Deutschland braucht ein Mobilitätskonzept über die Schiene hinaus“
Große schloss sich gegenüber NIUS Weselskys Forderungen an: „Wir brauchen mehr Personal und Investitionen auch im Bahnverkehr. Kein Mitarbeiter der Bahn freut sich darüber, Zugausfälle oder Zugverspätungen verkünden zu müssen. Das G7-Land Deutschland braucht einen bezahlbaren und gut ausgestatteten ÖPNV. Bund und Länder müssen hier eine höhere Priorität setzen.“ Auf Betreiben seiner Partei hätten sich Bahnnutzer und Lokführer zusammengesetzt, um gemeinsam die Herausforderung „mit Verstand – und nicht nur Politik und Ideologie“ – zu lösen und so eine Zukunft für den Bahnverkehr und die Mobilität in Deutschland zu schaffen.
Bisher hat es nach NIUS-Informationen zwei Treffen gegeben, bei denen sich beide Seiten einig gewesen seien, dass: „Deutschland ein Mobilitätskonzept über die Schiene hinaus“ brauche.
Claus Weselsky steht dem Bundesfachausschuss Verkehr von „Bündnis Deutschland“ als externer Experte zur Verfügung, heißt es.
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Ralf Schuler
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