Göring-Eckardt twittert über Hautfarbe: So viel Rassismus steckt in der Bundesregierung
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Der Post sorgte für Empörung: Kurz nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn am Mittwochabend schrieb die Vizepräsidentin des Bundestags, Katrin Göring-Eckardt, auf X: „Diese Mannschaft ist wirklich großartig. Stellt euch kurz vor, da wären nur weiße deutsche Spieler“. Sie ergänzte ein achselzuckendes Emoji und drei Regenbogen-Symbole.

Göring-Eckardts Post auf X sorgte für Kritik.
Rassismus-Vorwürfe aus der Regierungskoalition
Innerhalb kürzester Zeit ging der Post viral, zahlreiche Nutzer warfen der Grünen-Politikerin Rassismus vor. Wolfgang Kubicki von der FDP, der ebenfalls als Vizepräsident des Bundestags amtiert, schrieb: „Ich finde es wirklich bedenklich, wenn Menschen in Deutschland nach ihrer Hautfarbe bewertet werden. Die Kollegin sollte diesen Text schnell löschen.“ Der Psychologe und Integrations-Experte Ahmad Mansour kritisierte: „Wer bei der deutschen Nationalmannschaft die Hautfarbe der Spieler thematisiert, betreibt Rassismus, unabhängig von der Motivation dahinter.“
Einige Stunden später löschte Göring-Eckhardt den Post: „Tut mir leid, wie ich formuliert habe. Mich hat aufgeregt, dass 21% der Deutschen es besser fänden, wenn mehr „Weiße“ in der Nationalmannschaft wären. Ich bin stolz auf diese Mannschaft und wünsche mir, dass wir auch die 21% noch überzeugen.“ Diese Art der Entschuldigung überrascht nicht, vielmehr setzt sie eine Tradition unter linken und insbesondere grünen Politikern fort: Den eigenen Rassismus rechtfertigen diese Politiker mit der Begründung, dass sie damit den Rassismus der Gegenseite bekämpfen würden.
Prominentes Beispiel dafür ist Ferda Ataman, die von der Regierung ausgerechnet als Beauftragte für Antidiskriminierung eingesetzt wurde. 2020 beschwerte sie sich in einer Kolumne im Spiegel darüber, dass Deutsche nicht als „Kartoffel“ bezeichnet werden wollten. Als Vorsitzende der Neuen Deutschen Medienmacher*innen, einer Vereinigung von Medienvertretern mit Migrationshintergrund, verantwortete sie die Verleihung des Preises „Goldene Kartoffel“. Prämiert wurden Journalisten, die in den Augen der Vereinigung falsch über Migration berichtet hatten. Ataman trug also maßgeblich dazu bei, einen Begriff zu etablieren, der Deutsche aufgrund ihrer Herkunft abwertet – ein Paradebeispiel für Rassismus.
Um dies zu rechtfertigen, wählte Ataman die gleiche Strategie wie Göring-Eckardt: „Bei der Empörung über ‚Kartoffeldeutsche‘ geht es also um etwas anderes. Es geht um den inneren Widerstand, sich mit sich selbst und den eigenen Privilegien zu beschäftigen“, schrieb sie im Spiegel. Auch hier wird der eigene Rassismus gegen Weiße also als berechtigter Widerstand gegen die vermeintlich privilegierte weiße Mehrheit ausgegeben.
„Eklige weiße Mehrheitsgesellschaft“
Kulturstaatsministerin Claudia Roth von den Grünen wiederum wurde 2019 von der Taz zum Deutschen Fußballbund DFB befragt. Sie forderte Reformen und sagte mit Blick auf den Verein: „Natürlich braucht es den Einbruch in die alte weiße Männerwelt.“ Auch Roth teilt also ohne zwingenden Anlass Menschen nach Hautfarben ein.

Claudia Roth ist Staatsministerin für Kultur und Medien.
Für Schlagzeilen sorgte 2021 der Fall der damaligen Sprecherin der Grünen Jugend, Sarah-Lee Heinrich. Damals waren alte Online-Posts im Netz aufgetaucht, in denen Heinrich als Teenager etwa fantasiert hatte, „alle weißen Menschen aus Afrika raus zu kehren“. Einige Jahre später, bereits volljährig, sprach sie im öffentlich-rechtlichen Jugendsender Funk von einer „ekligen weißen Mehrheitsgesellschaft“. Heinrichs Aussagen sorgten für Empörung – sie bekam jedoch sogleich Schützenhilfe von führenden Politikern ihrer Partei: Die damals noch stellvertretende Bundesvorsitzende Ricarda Lang behauptete, dass „manche Leute verängstigt“ seien von einer „linken, schwarzen Frau, die Menschen für Politik und für die Vision einer gerechten Zukunft begeistert“. Cem Özdemir hielt die Kritik an Heinrich für „sexistischen Mist“.

Sarah-Lee Heinrich war bis 2023 Bundessprecherin der Grünen Jugend.
Politiker des linken Spektrums sind also stets gewillt, rassistische Aussagen zu relativieren, sobald sie aus dem eigenen Lager stammen. Dass sie gleichzeitig bereits die Frage „Wo kommst du her?“ als rassistisch einstufen, zeugt von einem krassen Missverhältnis bei der Beurteilung von Rassismus.
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