Grüne wollen Ramadan-Beleuchtung für ganz Berlin
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Die Berliner Grünen haben einen Parlamentsantrag eingebracht. Er heißt: „Gleichbehandlung jetzt!“ Darin fordern sie, dass nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch im Ramadan-Fastenmonat wichtige Straßen und Plätze beleuchtet werden, berichtet die BZ.
Vorreiter sei Frankfurt am Main mit der berühmten Freßgass. Die Bockenheimer Straße wurde schon 2023 zum Ramadan mit Halbmonden, Sternen und Laternen geschmückt. Die Stadt zahlte 50.000 Euro für die Anschaffung, 15.000 fürs Aufhängen.
Leuchtschrift „Gesegneter Ramadan“
Auch in Berlin wurde im März erstmals das Rathaus Tiergarten zu Beginn des Fastenmonats mit der Leuchtschrift Ramadan Kareem (Gesegneter Ramadan) bestückt. Sogar ein TV-Team aus Bangladesch berichtete.

Das Rathaus Tiergarten zu Beginn des Fastenmonats mit der Leuchtschrift Ramadan Kareem.
Nach Ansicht der Grünen sollte sich die Sichtbarmachung nicht auf „migrantisch geprägte Orte“ beschränken, sondern „in der Breite der Gesellschaft Raum finden“. Erstmals sollten in der Hauptstadt im kommenden Jahr jährlich eine öffentliche Festbeleuchtung installiert werden. Der Senat soll sich rechtzeitig mit Bezirken, muslimischen Gemeinden und Handelsverband abstimmen.
15. März soll „Internationaler Tag gegen Islamfeindlichkeit“ werden
Die Finanzierung soll aus der Sicht der Grünen über Sponsoring oder Tourismusmittel erfolgen. Dabei klappt sie auch für die 120.000 Weihnachtslämpchen in den Platanen am Kurfürstendamm nur mühsam – mit Ach und Krach kamen zuletzt 350.000 Euro zusammen, der Senat steuerte offiziell keinen Cent bei. Vielleicht sitzt das Geld lockerer, wenn es um Ramadan-Beleuchtung geht.

Selbst die Weihnachtsbeleuchtung in den Platanen am Kurfürstendamm gestaltete sich mühsam.
Was sicher ist: CDU und SPD wollen per Parlamentsantrag den 15. März als „Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit“ einführen. Damit er sichtbar wird, soll der Senat verstärkt das Gespräch mit Berliner Moscheegemeinden suchen, um sie bei Begegnungen und Dialogveranstaltungen zu unterstützen.
Als hätte Berlin keine anderen Sorgen.
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