Grüner Filz: Graichens Trauzeuge tritt zurück
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- Michael Schäfer, ein prominenter Grünen-Politiker, tritt von seiner Rolle als Geschäftsführer der regierungseigenen Energieagentur Dena zurück.
- Diese Entscheidung folgt nach Bekanntwerden der Nähe seiner Beziehung zu Patrick Graichen, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium von Robert Habeck.
- Die Debatte um die Neubesetzung und die damit verbundenen Vorfälle haben zu Unruhe innerhalb der Grünen und Spekulationen über weitere Rücktritte geführt.
Michael Schäfer (50), ein bekannter grüner Politiker, wird seine Rolle als Geschäftsführer der regierungseigenen Energieagentur Dena aufgeben. Diese Entscheidung wurde getroffen, um Wirtschaftsminister Robert Habeck (53, Grüne) vor potenziellen Vorwürfen zu schützen. Laut Informationen der BILD hinterlässt Schäfer damit eine Position, die ein jährliches Gehalt von 190.000 Euro bietet.
Neubesetzung nötig: Schäfer, ein über Parteigrenzen hinweg anerkannter Klimaschutzexperte, wurde im April zum neuen Dena-Chef ernannt und sollte im Juni mit seiner Arbeit beginnen. In der Findungskommission für diese Position befand sich jedoch auch sein Trauzeuge - Patrick Graichen, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne). Graichen hatte seine enge Beziehung zu Schäfer nicht offen gelegt. Nun muss das Besetzungsverfahren neu aufgerollt werden – allerdings ohne Schäfer. Ein Grünen-Mitglied sagte gegenüber der BILD: „Es ist doch klar, dass beim neuen Verfahren das Ergebnis nicht wieder Michael Schäfer heißen kann, egal, wie gut er ist.“
Es wurde vereinbart, dass Schäfer von seinem Vertrag zurücktritt und dabei auf eine potenziell umfangreiche Entschädigung verzichtet. Diese Vereinbarung soll dazu dienen, die Folgen der Situation zu begrenzen. Es wurde weithin argumentiert, dass es eine katastrophale Wirkung hätte, wenn die Steuerzahler für den Fehler von Graichen aufkommen müssten.
Unruhe bei den Grünen
Trotz Schäfers Rücktritt bleibt die Frage, ob weitere Schritte notwendig sind, um die Situation zu bewältigen. Es gibt Spekulationen, ob Graichen ebenfalls zurücktreten muss. Bis jetzt hat Minister Habeck jedoch seinen Unterstaatssekretär unterstützt, obwohl laut BILD-Informationen die Nervosität in der Spitze der Grünen zunimmt.
Parteiinterne Kritik: Die Parteichefs Ricarda Lang und Omid Nouripour verteidigten das Vorgehen in der Causa Graichen am Sonntagabend. Sie räumten Fehler ein, versicherten jedoch, dass diese korrigiert werden. Sie wiesen auch auf das Ausmaß der Verflechtungen bei CDU und CSU hin, die die Grünen stark kritisieren. Die öffentlichen Auftritte der Parteichefs wurden jedoch innerparteilich kritisiert, wie aus BILD-Informationen hervorgeht.
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