Habecks Wärmepumpen-Revolution: Doch wer soll die alle einbauen?
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Seit vergangenen Freitag steht fest: Deutschland wird Wärmepumpen-Land! Der Bundestag hat Habecks irres Heizungs-Gesetz durchgewunken. In den nächsten Jahren müssen Millionen Anlagen verbaut werden.
Problem nur: Es fehlen Hunderttausende Fachkräfte. Denn das können nur sogenannte SHK-Handwerker, also Sanitär-, Heizungs- und Klimatechniker. 60.000 (!) offene Stellen meldet der Zentralverband Sanitär Heizung aktuell – Tendenz steigend.
Zweites Problem: Der Nachwuchs. Lehrlinge brechen ihre Ausbildung entweder vorzeitig ab, oder sie fallen in der Prüfung durch. „Nur etwa 50 bis 60 Prozent derjenigen, die eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker SHK machen – das schließt die Ausbildung zur Montage von Wärmepumpen ein – schließen diese auch erfolgreich ab“, sagte Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern, zu BILD.
Das Ganze ist also ein Dilemma. Einerseits werden die Deutschen verdammt, neue Wärmepumpen einzubauen. Andererseits werden sie lange auf Handwerker-Termine warten müssen, weil es einfach nicht genug Installateure gibt.

Bestseller-Autor Peter Hahne bei „Stimmt!“: „Wir sollen Wärmepumpen kriegen und haben niemanden mehr, der die einbaut“
„Das ist der Gag. Wir sollen Wärmepumpen kriegen und haben niemanden mehr, der die einbaut. Das ist doch herrlich“, stellte Bestseller-Autor Peter Hahne (70) in unserer NIUS-Talkshow „Stimmt! Der Nachrichten-Talk” mit einem lachenden und einem weinenden Auge fest.

Politik-Berater Armin Petschner-Multari bei „Stimmt!“: „Wir haben eine komplette Akademisierung“
Für Politik-Berater Armin Petschner-Multari (34) liegt das Problem mit dem Handwerker-Mangel ganz klar auf der Hand: „Wir haben inzwischen Zustände, wo die Hälfte eines Jahrgangs Abitur macht.“ Es gebe eine komplette Akademisierung, sagte er bei „Stimmt!“.
Petschner-Multari stellte sich zudem die Frage, wo die vielen versprochenen Fachkräfte seien – immerhin hätte man in Deutschland „eine Nettozuwanderung von Hunderttausend im Jahr“.
Hier spricht der Politik-Berater Klartext: „Migranten aus Syrien, wo wir heute noch Quoten von bis zu drei Viertel haben (…) wandern nicht in den Arbeitsmarkt ein, sondern in Sozialsysteme.“
Also theoretisch hätte man da ein Potenzial von jungen Leuten, die man ausbilden könne, fügt Petschner-Multari an. „Ab und zu funktioniert es auch. Wir lesen alle immer diese herzerwärmenden Geschichten mit dem afghanischen Bäckerlehrling, der den Betrieb jetzt noch weiterführt. Die gibt es durchaus, aber das sind viel zu wenig“, stellte der Politik-Berater fest.
In diesem Zusammenhang übte Petschner-Multari bei „Stimmt!“ noch Kritik an den deutschen Behörden, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA): „Ich verstehe wirklich nicht, wieso es die Bundesagentur für Arbeit irgendwie nicht schafft, diese sogenannten Human Resources in den Arbeitsmarkt hineinzubekommen.“
Jetzt die ganze Folge „Stimmt! Der Nachrichtentalk“ hier anschauen:
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