„Hubert, Hubert“-Sprechchöre! Gillamoos feiert Aiwanger, Söder schreibt die Grünen ab – kein Wort zum Flugblatt
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Die Redeschlacht von Gillamoos!
Es ist Tag Eins nach der Entscheidung im Fall Hubert Aiwanger (Freie Wähler): Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält an seinem Stellvertreter fest – und beide stehen heute beim politischen Gillamoos am Mikrofon. Die Redezeit jeweils: ca 60 Minuten. Söder im Kampf-Modus, Aiwanger bemerkenswert sachlich. Was die beiden eint: Kein Wort zum Auschwitz-Flugblatt …
Es ist ein echter Bierzelt-Stimmungstest im Wahlkampf. Die Reden im niederbayerischen Abensberg sind traditionell giftig und deftig!
Söder polterte direkt los, warum er so gerne im Zelt spricht: „Weil in jedem bayrischen Dorf mehr Verstand steckt als im ganzen Berliner Regierungsviertel!“ Und weiter: „Woche für Woche Streit. Die Hampel-Ampel ist die schlechteste Regierung, die Deutschland je hatte.“ Er erinnerte an den Habeck-Besuch in der Ukraine, wo weiter die Atomkraftwerke laufen – und das für den Vizekanzler kein Problem darstellte. In Deutschland ließ er sie abschalten. Söder kündigte an: „Wir sagen, die Kernenergie muss solange laufen, bis die Krise vorbei ist. Und wenn wir 2025 die Ampel ablösen, werden wir die Kernenergie solange führen bis Deutschland durch das Energie-Tief gekommen ist.“

Streitlustig: Söder am Montagvormittag.
Aiwanger startete bemerkenswert sachlich. Er spricht von ideologischer Politik bei Heizungs- und Selbstbestimmungsgesetz und von der Deindustriealisierung Deutschlands: Das Land werde derzeit rückabgewickelt, verliere den Wohlstand und die soziale Sicherheit. „Weil wir auch den inneren Halt verlieren, weil infrage gestellt wird, ob Leistung sich noch lohnt.“
Der Freie-Wähler-Chef sprach sich explizit gegen politischen Extremismus und Parteien an den Rändern aus, die durch die schlechte Politik der Ampel-Regierungen so viel Zulauf hätten: „Wir müssen nicht nur in Bayern verhindern, dass komische Parteien zu stark werden, wir müssen auch deutschlandweit versuchen, Menschen zurück in die politische Mitte zu führen. Deshalb ist es nicht nur unser Recht, sondern auch unsere Pflicht, diese Fehlentwicklungen genau zu benennen.“

Bühne frei! Hubert Aiwanger beim politischen Gillamoos am Montagmorgen.
Als Aiwanger bei den Freien Wählern eintraf, wurde er mit Sprechchören begrüßt: „Hubert, Hubert!“ Schon zwei Stunden vor Ankunft wurde das Zelt dicht gemacht – alles voll! Hier sehen Sie die Szenen der Aiwanger-Ankunft im Zelt:

Volle Hütte im Zelt der Freien Wähler.
Aiwangers Parlamentarischer Geschäftsführer Dr. Fabian Mehring hielt eine flammende Rede: „Der Hubert Aiwanger wurde ein Jahr nach den Vorwürfen zum Schülersprecher gewählt. Man bringt nicht die Mehrheit der Schüler hinter sich, wenn man ein rechter Spinner ist.“ Das sei das beste Indiz dafür, dass die Vorwürfe nicht stimmen.
„Das Wacken der Politik“
Der Festredner der CSU sagte zur Begrüßung: „Der Gillamoos ist der größte Stammtisch der Welt. 20.000 bis 30.000 Menschen, die Spaß haben an der Demokratie!“ Und dann zum CDU-Chef Merz: „Sehr geehrter Herr Merz, jetzt sind Sie im Wacken der Politik. Der Gillamoos ist das Wacken der Politik!“
Merz sagte bei seiner Rede: „Das ist Deutschland. Nicht Berlin. Nicht Kreuzberg. Gillamoos ist Deutschland!“ Dann streichelte der CDU-Chef die Söder-Seele: Viele Bürger in Deutschland würden gerne mit den Menschen in Bayern tauschen – dem „am besten regierten Bundesland“. Merz: „Danke CSU!“

Merz in Gillamoos: „Das ist Deutschland“.
Dann feuert er gegen die Energiepolitik der Ampel und die abgeschalteten Atomkraftwerke: „Dämlichkeit. Verantwortungslosigkeit. Schwachsinn. Drei sichere Energiequellen. Nur, weil die Grünen damit ihre Lebenslügen verbinden, müssen diese Dinger in Deutschland abgeschaltet werden. Das war ein schwerer strategischer Fehler.“
Und zum Thema Migration: „Die Grenzen der Aufnahmefähigkeit und auch die Grenzen der Bereitschaft der Bevölkerung, Menschen aus anderen Ländern aufzunehmen, sind erreicht, wenn nicht hart überschritten.“ Dann ein Gruß an die Grünen: „Diese Grünen können kein Koalitionspartner für die Union sein, wenn sie die Realität so verweigern“, wie sie das bei Migration und innerer Sicherheit tun.

Prost Union! Söder und Merz beim Gillamoos
Im Zelt der SPD, wo immerhin Parteichef Lars Klingbeil den Bayern-Spitzenkandidat Florian von Brunn unterstützen wird, war ebenso tote Hose wie bei den Grünen, wo Spitzenkandidatin Katharina Schulze den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann als Hauptredner erwartet.
NIUS ist vor Ort und berichtet LIVE vom politischen Gillamoos!
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