„Ich will nicht für diesen Staat sterben“
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Bundeskanzler Friedrich Merz ist bereit, eine europäische Einsatztruppe mit deutschen Soldaten zur Friedenssicherung in die Ukraine zu schicken. NIUS hörte sich auf Berlins Straßen um: Was halten die Bürger von dem Beschluss, womöglich deutsche Soldaten in das Kriegsland zu entsenden?
Bei dem gerade stattgefundenen Ukraine-Gipfel in Berlin haben sich die teilnehmenden europäischen Staatschefs für eine „multinationale Truppe für die Ukraine“ ausgesprochen. Diese könnte zur Friedenssicherung eingesetzt werden, aber auch, um „Operationen innerhalb der Ukraine“ durchzuführen, heißt es. Am Dienstagabend sagte Friedrich Merz (CDU) über den Einsatz deutscher Truppen in der Ukraine: „Sehr konkret: Wir würden auch entsprechende russische Übergriffe und Angriffe erwidern.“
„Ich würde auf keinen Fall für das jetzige Deutschland zur Bundeswehr gehen!“
NIUS hat sich auf den Straßen Berlins unter den Leuten umgehört. Was halten sie davon, dass womöglich in Zukunft deutsche Soldaten in die Ukraine geschickt werden?
Schauen Sie sich die Straßenumfrage hier an:
„Ich würde auf keinen Fall für das jetzige Deutschland zur Bundeswehr gehen oder sonstiges“, sagt ein Student – und begründet seine Worte so: „Für Bildung wird immer weniger investiert. Das 50-Euro-Ticket soll angehoben werden. Viele Sachen, welche der Jugend, welche Studenten wie mir was bringen, werden gestrichen. Und ich soll dann dem Staat, der nichts für mich macht, dienen? Nein!“

Dieser Student sieht nicht ein, warum er für einen Staat, der nichts für junge Leute mache, als Soldat in die Ukraine sollte.
„Irgendjemand muss es ja machen!“
Auch ein älterer Herr ist dagegen, dass Deutschland zusammen mit anderen europäischen Ländern Truppen entsendet. „Weil wir damit in den Krieg hineingezogen werden. Und das ist das Schlimmste, was passieren kann“, findet er.
Andere von NIUS Befragte sprechen sich dafür aus. „Wenn es nötig ist, ist es nötig“, meint eine Frau.
„Irgendjemand muss es ja machen. Und wenn sich die Europäer da engagieren, was ja auch richtig ist, dann finde ich das eine gute Sache“, sagt ein anderer Mann. Er stellt aber infrage, ob es überhaupt dazu kommen wird, dass deutsche Soldaten eingezogen werden.
„Ich würde als Soldat in die Ukraine gehen“
Ein weiterer junger Mann sagt, dass er als Soldat in die Ukraine gehen würde. Er würde sich mustern lassen, falls es dazu kommen würde.
Wieder ein anderer lehnt den Beschluss des Ukraine-Gipfels ab: „Jedes Land hat Angst um seine Sicherheit, aber Feuer bekämpft man nicht mit Feuer. Deshalb finde ich es nicht okay“, äußert er.
Lesen Sie auch: Deutsche Soldaten an der Front? Was hinter dem EU-Friedensplan für die Ukraine wirklich steckt
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