„Job Sharing“ für Spitzen-Diplomaten: Baerbock schickt Pärchen als Doppel-Botschafter nach Kanada
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Das Diplomaten-Ehepaar Tjorven Bellmann und Matthias Lüttenberg wird ab Sommer die Stelle des kanadischen Botschafters gemeinsam im Job-Sharing-Modell besetzen.
Es ist der Traum einer jeden Familie: Bei der Versetzung eines Ehepartners ins Ausland nicht erst aufwendig nach Arbeit für den mitziehenden Partner zu suchen – sondern ebenfalls schon vor dem Umzug einen sicheren Job zu haben.
Tjorven Bellmann und Matthias Lüttenberg, beide aktuell im Auswärtigem Amt unter Annalena Baerbock tätig, leben diesen Traum ab Sommer. Obwohl sich das Diplomaten-Ehepaar mit den drei Kindern ursprünglich nach Brüssel versetzen lassen wollte, ist es nun Kanada geworden, wie Politico-Journalist Gordon Repinski auf X meldet.
Tjorven Bellmann ist derzeit noch politische Direktorin des Auswärtigen Amts, berät Außenministerin Annalena Baerbock in außen- und sicherheitspolitischen Fragen. Ihr Mann Matthias Lüttenberg ist ebenfalls Diplomat und aktuell Beauftragter für Osteuropa, Zentralasien, Südkaukasus.

Tjorven Bellmann (rechts), politische Direktorin des Auswärtigen Amts auf dem Weg zu einem Termin in New York mit Außenministerin Annalena Baerbock.
Arbeiten im Traumland der Linken
Kanada ist unter Justin Trudeau gefährlich nach links gerutscht und geht strikt gegen Gegner des Regierungskurses vor. Der seit vergangenem Jahr geltende „Online Broadcasting Act“ sieht vor, nahezu alle „audiovisuellen Inhalte“ unter die Regulierung einer staatlichen Behörde zu stellen und somit Bürokraten die Macht darüber zu geben, welche Inhalte gezeigt werden dürfen und welche nicht.
Arbeiten im Traumland der Linken und Grünen nach einem Job-Modell der Linken und Grünen: Das hat die Diplomaten-Familie geschafft!

Matthias Lüttenberg, Osteuropabeauftragter des Auswärtigen Amtes (links), bei einem Termin mit Außenministerin Annalena Baerbock und dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba (2.v.r)
„Es darf nur einen Botschafter geben, diese Verantwortung ist unteilbar“
CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hält es grundsätzlich für gut, wenn Eheleute oder Partner sich die Auslandsstehzeit aufteilen. „Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, dass beide vier Jahre gemeinsam an einer Botschaft sind, jeder arbeitet zwei Jahre und ist dann in dieser Zeit der einzige und offizielle Botschafter. Der andere wäre dann jeweils zu beurlauben oder mit einer anderen, nicht im Interessenkonflikt stehenden sonstigen Aufgabe zu betrauen – oder eben außerhalb der Botschaft. Es darf keine Interessenkonflikte geben und es darf nur einen Botschafter geben, diese Verantwortung ist unteilbar.“
Deutsche Botschafter im Ehe-internen Job-Sharing – Das gibt es bereits. Natalie Kauther und Adrian Pollmann teilen sich den Posten für Slowenien, leben gemeinsam mit den drei Kindern in Ljubljana.

Adrian Pollmann (links) und Natalie Kauther mit ihren drei Kindern bei Antritt der geteilten Botschafter-Stelle in Ljubljana im Juli 2020.
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