Kanzler Merz redet sich in Rage: „Hören wir doch mal auf, so wehleidig zu sein“
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Bundeskanzler Friedrich Merz lässt Luft ab! Am Freitagabend sprach er bei der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Köln über die Mentalität Deutschlands – und wünschte sich für das Land etwas mehr US-amerikanischen Spirit.
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In einer etwa 40-minütigen Rede kam der Bundeskanzler mehr und mehr in Rage. Die schlechte Stimmung der Wirtschaft könne er nicht nachvollziehen. Merz: „Ich bekomme aus dem Ausland Anrufe, Briefe, Besuche von bekannten Persönlichkeiten aus dem amerikanischen Bereich, aus dem arabischen Bereich, aus vielen anderen Teilen der Welt. Die sagen, wir wollen in Deutschland investieren.“
„Das Glas ist halb voll“
Gerade an den Wirtschaftsflügel, der zurecht trübe Aussichten hat, appelliert Merz: „Manch einer, der dieses Land von außen betrachtet, sieht es mit größerer Zuversicht als wir, die wir es von innen heraus häufig genug im Übermaß kritisieren.“ Der Kanzler sieht weiter alle Chancen, um auch für die junge Generation ein lebenswertes Land zu sein, in dem „sich die Menschen wohlfühlen, indem sie in Freiheit, in Frieden und im Wohlstand leben können.“

„Das Glas ist halb voll. Und wir sorgen jetzt dafür, dass wir es auffüllen“, sagte Merz am Freitagabend
„Wir brauchen in diesem Land Menschen, die anpacken und dieses anpacken auch mit Zuversicht verbinden und diese Zuversicht auch nach draußen sagen“, appellierte der Kanzler und forderte die Zuhörer auf: „Hören wir doch mal auf, so larmoyant und so wehleidig zu sein.“
Er wünsche sich für das Land etwas mehr US-amerikanischen Spirit: „Was mich an Amerika immer begeistert hat: Bis heute ist es diese grundsätzlich positive Lebenseinschätzung. Zu sagen: ‚Es macht Spaß, in diesem Land zu leben. Es macht Spaß, in diesem Land zu arbeiten. Wir wollen es nach vorne bringen und wir wollen mit Zuversicht die Zukunft gestalten.‘ Können wir uns nicht eine solche Mentalität in Deutschland auch mal angewöhnen?“

Nach der Rede wischte sich Merz den Schweiß von der Stirn. Neben ihm die im Amt bestätigte MIT-Chefin Gitta Connemann
Die Worte ließen in ihm die Emotionen überlaufen, sodass sich Merz im Anschluss den Schweiß von der Stirn abtupfen musste.
Zuvor hatte bereits der CDU-Abgeordnete und Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, gegen seine eigene CDU-Kollegin Ursula von der Leyen geschossen. Winkel sagte: „Was bringt uns eine schwarze Kommissionspräsidentin, die eine grüne Politik macht?“ (NIUS berichtete).
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