Kindergeld: Mehr als 258 Millionen Euro gingen 2024 bereits ins Ausland
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Im ersten Halbjahr 2024 wurden 258,5 Millionen Euro Kindergeld auf Konten im Ausland überwiesen. Das hat eine Abfrage der Bild ergeben. Die Summe hat sich damit in den letzten 14 Jahren mehr als verzehnfacht.
Waren es 2010 noch 35,8 Millionen Euro, die auf Konten außerhalb Deutschlands überwiesen wurden, hat die Familienkasse im Jahr 2023 satte 525,7 Millionen Euro ins Ausland gezahlt.
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Über die Zeit wuchsen die Kindergeld-Zahlungen ins Ausland immer weiter an.
Wie die Abfrage der Bild ergab, ist die Höhe der Summe 2024 nur sehr leicht gesunken. Waren es zwischen Januar und Juni 2023 rund 260 Millionen Euro, wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 258,5 Millionen Euro überwiesen.
Größte Summe ging nach Polen
Die größte Summe im ersten Halbjahr 2024 ging wie auch zuvor nach Polen: 111 Millionen Euro. Wie Bild berichtet, ist laut Arbeitsagentur Polen „das häufigste Herkunftsland der zugewanderten Arbeitskräfte“. Rund 27 Millionen gingen auf Konten in Rumänien, 11 Millionen nach Kroatien. Rund 480.000 Euro gingen auf Konten in der Ukraine.

Am frühen Dienstagmorgen war der „Weiße Riese“ in Duisburg Schauplatz einer der größten Razzien Deutschlands – gegen Sozialbetrug und Kindergeldmissbrauch.
Derzeit liegt der Kindergeldbetrag bei 250 Euro. Anspruch auf ihn für seine Kinder hat, wer Bürger der EU ist. Aber auch wer Bürger eines Landes ist, mit dem Deutschland ein entsprechendes Abkommen hat, erhält die Transferzahlungen. Dazu zählen die Türkei, Serbien und Marokko. Die Zahlungsempfänger müssen jedoch nicht zwangsläufig Kinder mit Wohnsitz im Ausland sein. Es kann sich beispielsweise auch um inländische Zahlungsberechtigte mit einem ausländischen Konto handeln.
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