Klingbeil schwört Deutschland auf Einsparungen ein: „Wir werden den Menschen auch was abverlangen müssen“
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Auf den Herbst der Nicht-Reformen folgen nun offenbar die Jahre der schmerzhaften Einsparungen, die alle Bürger in ihrem Geldbeutel spüren werden. Darauf hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil die Deutschen beim Jahresrückblick von Markus Lanz eingeschworen:
„Es werden schon sehr herausfordernde Jahre. Wir werden den Menschen auch was abverlangen müssen in den nächsten Jahren. Jeder wird spüren, dass wir sparen. Man kann nicht in 2028 60 Milliarden Euro einsparen und keiner kriegt das mit“, sagte Klingbeil in der ZDF-Sendung.
Und Klingbeil betonte: Alle sollten es zu spüren bekommen – wohl eine Chiffre für die Erhöhung von Steuern und Abgaben und lange Debatten über neue Arten der Besteuerung.
Immerhin: Deutschland ist in den Augen des Bundesfinanzministers nicht am Rande des Ruins, denn weiter sagte Klingbeil: „Deutschland hat im europäischen Vergleich und auch im internationalen Vergleich eine hohe Finanzstabilität. Aber wir haben während der Pandemie, als der Krieg anfing, mit der Gas- und Strompreisbremse, als wir die Bundeswehr ausgestattet haben, haben wir Milliarden ausgegeben, um Unternehmen zu unterstützen, um Arbeitsplätze zu retten – das muss jetzt zurückgezahlt werden.“
Zur Wahrheit gehöre aber auch, so Klingbeil, „dass wir über Jahre wichtige Strukturreformen nicht angegangen sind. Und deswegen haben wir auf der einen Seite jetzt viele Milliarden, um zu investieren, das Sondervermögen – und auf der anderen Seite haben wir richtige Probleme im Haushalt und die müssen wir jetzt angehen“.
Deutschland sei nicht pleite oder kurz vorm Abgrund, Deutschland habe Probleme, die Klingbeil jedoch für „lösbar“ hält.
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