Lach-Selfies kurz nach Aschaffenburg: Der Laschet-Moment der Grünen Partei
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Armin Laschet wurde im Wahlkampf als Unions-Kanzlerkandidat ein Foto aus dem Ahrtal zum Verhängnis: im Hintergrund, während der Bundespräsident über die Toten der Flut sprach, im Glauben, unbeobachtet zu sein, lachend und feixend.
Nur wenige Tage nach dem schrecklichen Messer-Angriff von Aschaffenburg, bei dem ein zweijähriger Junge und ein 41-Jähriger, der dazwischengehen wollte, von einem abgelehnten Asylbewerber getötet worden sind, sorgt die Führung der Grünen Partei für ihren Laschet-Moment – nur vollkommen freiwillig: lachend bei der „Demo gegen Rechts“ am gestrigen Samstagabend vor dem Brandenburger Tor in Berlin statt politische Vorschläge zu machen, wie solch grausame Verbrechen wie in Aschaffenburg verhindert werden können.

Die beiden neuen Chefs der Grünen, Franziska Brantner und Felix Banaszak, Lisa Paus, Katrin Göring-Eckardt, Michael Kellner, im Hintergrund Luisa Neubauer.
Ursprünglich sollte die „Demo für Demokratie und gegen Rechtsruck“ von Grünen-Politikerin und Klima-Aktivistin Luisa Neubauer der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump und der Tatsache gewidmet werden, dass auch in Europa immer mehr Nationen Parteien rechts der Mitte ihre Stimme geben und das laut aller Umfragen auch in Deutschland bevorsteht – eine „Demo gegen den Rechtsruck“ eben.
Da kam es gerade recht, dass Armin Laschets Nachfolger als Kanzlerkandidat der Union, Friedrich Merz, den Messer-Mord von Aschaffenburg zum Anlass nahm, eine Wende in der Migrationspolitik und einen Stopp des Zuzugs von Asyl-Bewerbern zu fordern – und als möglicher Bundeskanzler zu versprechen.

Das Foto, das den Laschet-Wahlkampf zum Scheitern verurteilte.
„Unsere Antwort auf die rechtsextremen Angriffe auf unsere Demokratie, unsere Rechte, unseren Planeten und unsere Freiheiten: Hoffnung und Widerstand“, schrieb Neubauer bei X bedankte sich bei 100.000 Demo-Teilnehmern. Laut der Berliner Polizei waren zwar nur 35.000 Menschen am Brandenburger Tor, aber das spielte im Lichtermeer der gefühlten Selbstwirksamkeit sicher keine Rolle.
Schon vor dem Attentat von Aschaffenburg, auch schon vor dem Terror von Magdeburg und auch schon vor dem islamistischen Messer-Terror vor Solingen gehörten die Themen Migration und innere Sicherheit zu den größten Sorgen der Menschen. Die gigantische Mehrheit der Menschen in Deutschland, das zeigen alle Umfragen, möchte einen Politikwechsel zu mehr Kontrolle bei der Migration und der Umsetzung rechtsstaatlicher Entscheidungen, etwa die Ausweisung abgelehnter Asylbewerber.
Ob die Mehrheit der Deutschen nur wenige Tage nach der Ermordung eines Kleinkindes Lach-Selfies der führenden Politiker will, ist in noch keiner Umfrage gefragt worden ...
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