Lindner spricht traurige Wahrheit aus: Großer Teil der Kinderarmut ist importiert
Ein Beitrag von
Knapp 2 Millionen Kinder in Deutschland leben vom Staat – in etwa genauso viele wie vor Beginn der Flüchtlingskrise 2015.
In den vergangenen acht Jahren ist die Zahl deutscher Kinder, die von ehemals Hartz IV, heute Bürgergeld leben von 1,57 Millionen auf rund 1 Million um etwa ein Drittel gesunken. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der ausländischen Kinder, die vom Staat leben, beinahe verdreifacht: von 365.000 auf 935.000.
Finanzminister Christian Lindner (FDP) hat diese Zahlen in die Debatte um die sogenannte Kindergrundsicherung eingebracht: „Insgesamt ist die Kinderarmut in Deutschland – wie ich finde – aber noch vergleichsweise hoch. Wegen der Familien, die seit 2015 neu nach Deutschland eingewandert sind als Geflüchtete oder aus anderen Gründen. Es gibt also einen ganz klaren statistischen Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Kinderarmut“, sagte Lindner beim Tag der offenen Tür in seinem Ministerium.

Die Zahl der Kinder, die von Bürgergeld leben, entwickelt sich stark gegenläufig zwischen Deutschen und Ausländern.
Die Zahlen stammen von der Bundesagentur für Arbeit und decken sich mit der grundsätzlichen Entwicklung, wonach im Verhältnis immer mehr Ausländer Sozialleistungen beziehen (NIUS berichtete).
Lindner will nach eigener Aussage eine Debatte anregen, wie Kinder und Jugendlichen in Armut am besten geholfen werden kann: „Hilft man Ihnen am besten dadurch, indem man den Eltern mehr Geld aufs Konto überweist, oder ist es nicht mindestens diskussionswürdig, in die Sprachförderung, Integration, Beschäftigungsfähigkeit der Eltern zu investieren und die Kitas und Schulen für die Kinder so auszustatten, dass sie vielleicht das aufholen können, was die Eltern nicht leisten können.“

FDP-Finanzminister Christian Lindner beim Tag der offenen Tür seines Ministeriums.
Lesen Sie auch: Deutschland im freien Fall – Armut ist bittere Realität
Das scheint ein klarer Seitenhieb für Familienministerin Lisa Paus von den Grünen zu sein, die für ihr Wunschprojekt Kindergrundsicherung bis zu 12 Milliarden Euro zusätzlich fordert und deshalb mit Lindner seit Monaten im Clinch ist. Zuletzt hatte Paus ein Gesetz zur Entlastung der deutschen Wirtschaft blockiert, um mehr Geld für ihre Pläne zu erpressen.
Der FDP-Chef wird wegen seiner Aussagen heftig angegangen. Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt wirft Lindner vor, er wolle „die Bekämpfung von Kinderarmut an die Herkunft der Eltern knüpfen“. Der Chef des Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, nannte es „unendlich traurig, wie arme Kinder und Familien nun wieder zum Objekt parteipolitischer und ideologischer Machtkämpfe“ würden.
Zuspruch kommt dagegen von der CDU: Der Migrations-Experte Christoph de Vries sieht in der Kinderarmuts-Entwicklung einen weiteren Grund, die Migration nach Deutschland zu begrenzen. Hier mehr lesen >>
Mehr NIUS:
Medienbericht: Ministerpräsident Voigt soll Holocaust-Gedenkrede mit KI geschrieben haben
Ein Nachmittag der Absurditäten: NIUS undercover beim Würmer-Parlament
Grüne verhandeln umstrittene Parteireform: Zu viel Macht für Funktionäre?
Die Schlacht der langen Männer
Wie Al Gores apokalyptische Doku die Welt in die Klima-Angst hypnotisierte
Weil er sich in einer ZDF-Doku kritisch äußerte: Bremen feuert Jobcenter-Mitarbeiter Fred Göcken
Sogar von Grünen kommt Kritik: Aufstand gegen NIUS-Zensur bei der BVG
Die wahre Putin-Partei ist die SPD
Mehr NIUS:
Die Schlacht der langen Männer
Wie Al Gores apokalyptische Doku die Welt in die Klima-Angst hypnotisierte
Weil er sich in einer ZDF-Doku kritisch äußerte: Bremen feuert Jobcenter-Mitarbeiter Fred Göcken
Sogar von Grünen kommt Kritik: Aufstand gegen NIUS-Zensur bei der BVG
Die wahre Putin-Partei ist die SPD
Warum die Politik den Majestätsbeleidigungsparagraphen gar nicht abschaffen will
CSU blamiert sich mit „Frohnleichnahm“-Doppelfehler: Krah wurde Fake vorgeworfen, doch er hatte recht
CDU sagt Präsidiumsklausur in Sachsen-Anhalt ab
Julius Böhm
Artikel teilen
Kommentare