„Mehr als vervierfacht“: Berlin bürgerte bis Mitte Dezember 2025 fast 38.000 Menschen ein
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Bis Mitte Dezember 2025 sind in Berlin fast 38.000 Menschen eingebürgert worden. Nach Angaben des Direktors des Landesamts für Einwanderung (LEA), Engelhard Mazanke, hat die Behörde zwischen dem 1. Januar und dem 14. Dezember insgesamt 37.877 Einbürgerungen vollzogen, berichtet der Tagesspiegel.
Bis Ende November wurden demnach zudem 1.683 Einbürgerungsanträge abgelehnt. Gleichzeitig warten weiterhin viele Antragsteller auf eine Entscheidung.
„Mehr als vervierfacht“
Die Zahl der Einbürgerungen ist deutlich gestiegen. 2024 erhielten in Berlin insgesamt 21.811 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft, in den Jahren davor lag die Größenordnung nach den Angaben bei etwa 7.000 bis 9.000 pro Jahr. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet Mazanke wegen der Feiertage mit 39.000 bis 39.500 Einbürgerungen. „Im Ergebnis haben wir also innerhalb von zwei Jahren die Einbürgerungen in Berlin mehr als vervierfacht.“
Das zu Jahresbeginn angepeilte Ziel von 40.000 werde damit voraussichtlich knapp verfehlt. „Aus meiner Sicht schmälert das allerdings die beeindruckende Leistung meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht“, sagte Mazanke.

Engelhard Mazanke, Direktor des Landesamts für Einwanderung (LEA), spricht von einer „beeindruckenden Leistung“ seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Zuständig für Einbürgerungen ist das Landesamt seit 2024. Zuvor bearbeiteten die Berliner Bezirke die Verfahren, waren nach Darstellung der Behörde aber mit der Menge der Anträge überfordert. 2024 übergaben die Bezirke dem LEA demnach rund 40.000 unbearbeitete Anträge.
Bürgermeister Wegner: „Das ist richtig gut“
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte im Sommer das digitale Antragsverfahren verteidigt. „Das ist richtig gut, was hier geschaffen wurde und wird“, sagte Wegner bei einem Termin in der Behörde. Er wünsche sich, dass es in anderen Verwaltungen ähnlich laufe, damit Prozesse schneller werden.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU)
Trotz des gestiegenen Durchsatzes kann das Landesamt die gesetzlich vorgesehene Frist von drei Monaten in vielen Fällen nicht einhalten. Nach LEA-Angaben steigt deshalb auch die Zahl der Untätigkeitsklagen. Mazanke sprach trotz der „immensen Steigerungen“ von über 40.000 erledigten Anträgen von einem „erheblichen Anstieg von Untätigkeitsklagen“. In den ersten elf Monaten des Jahres habe es 1.039 solcher Klagen gegeben.
Das Verwaltungsgericht Berlin hatte Ende November von 1.997 neuen Eingängen im Bereich Staatsangehörigkeitsrecht berichtet, wobei es sich nach Einschätzung des Gerichts überwiegend um Einbürgerungsklagen handeln dürfte.
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