Selbstbedienungsladen Mindestlohn! Der Staat kassiert mehr als 50 Prozent der Erhöhung
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Der gesetzliche Mindestlohn soll zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde steigen und zum 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro. Darauf hat sich die Mindestlohnkommission aus Arbeitgebern und Gewerkschaften am Freitag einstimmig geeinigt.
Doch: Was als Errungenschaft für die Arbeitnehmer verkauft wird, ist in Wirklichkeit vor allem ein Riesengeschäft für den Staat. Mehr als 50 Prozent der Erhöhung nämlich kommen überhaupt nicht dem Arbeiter zugute, der das Geld erwirtschaftet hat – sondern fließen in die Staatskasse.
NIUS macht die Rechnung!
Um aufzuzeigen, welch gigantische Mogelpackung die Mindestlohnerhöhung in Wirklichkeit ist, rechnen wir mit folgenden Werten: Arbeitgeberbrutto bei Steuerklasse 1, 173,33 Arbeitsstunden im Monat, Kirchensteuer.
- Steuern und Abgaben bei 12,82 Euro: 1097 Euro – 40,8 Prozent Abzüge
- Steuern und Abgaben bei 13,90 Euro: 1214 Euro – 41,7 Prozent Abzüge
- Steuern und Abgaben bei 14,60 Euro: 1293 Euro – 42,3 Prozent Abzüge
Der Nettolohn beträgt bei 12,82 Euro demnach 1593 Euro, bei 14,60 Euro sind es 1767 Euro.
Das bedeutet monatlich zwar 174 Euro mehr in der Tasche des Arbeitnehmers – aber eben auch 196 Euro mehr an Abgaben! Hinzu kommt: Die steigenden Sozialabgaben in den Jahren 2026 und 2027 sind in der Rechnung noch nicht berücksichtigt.

Finanzminister Lars Klingbeil freut sich über mehr Einnahmen für den Staat.
Wer zahlt, ist klar: die Arbeitgeber. Deren gestiegene Kosten werden dann natürlich wiederum auf die Produktpreise umgelegt, weswegen die Kaufkraft der Bürger sinkt. Immer mehr Mittelständler werden die Kosten nicht mehr stemmen können und ihre Unternehmen aufgeben müssen. Eine einfache Senkung der Abgabenlast auf den jetzigen Mindestlohn würde deutlich mehr Entlastung der unteren Einkommensklassen bewirken als eine Erhöhung des Mindestlohns.
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