Nächste Regulierung aus Brüssel – EU verbietet Kunstrasen
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- Die EU verbietet Kunstrasen.
- Grund sind kleine Partikel aus Plastik.
- Die Betreiber haben acht Jahre Zeit, um ihre Anlagen umzustellen.
Für viele Sportarten bietet der Kunstrasen besondere Vorteile. Er muss nicht bewässert werden, nicht vertikutiert und einen Rasenmäher benötigt der Platzwart auch nicht. Ob beim Hockey, aber auch zunehmend im Fußball, beim Tennis oder beim Golf: Das künstliche Grün löst immer mehr das herkömmliche Gras ab.
Doch damit soll nun Schluss sein. Aus einer Mitteilung der EU-Kommission geht hervor, dass in Zukunft der Verkauf von Mikroplastik untersagt sein soll. Das Verbot betrifft verschiedene Produkte wie Spielzeuge, Pflanzenschutzmittel, Kosmetika, aber auch Granulatmaterial auf Sportanlagen – also auch den Kunstrasen.

Auch beim American Football wird meist auf Kunstrasen gespielt.
Die Brüsseler Behörde sieht in den kleinen Partikeln eine Gefahr für Mensch und Tier. Denn Mikroplastik ist schwer abbaubar, eben weil die Teilchen so klein sind. Die sogenannten synthetischen Polymere reichern sich in Fischen und Schalentiere an und können somit auch in Lebensmittel gelangen. Experten vermuten, dass sich durch die Partikel beim Menschen das Gewebe verändern kann.

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen möchte durch entsprechende Verbote Mikroplastik verhindern.
Die Bestimmung soll laut der Kommission nach und nach umgesetzt werden. Da Kunstrasenplätze die größte Quelle von Mikroplastik sind, sollen die Betreiber von Sportpläten bis zu acht Jahren Zeit haben, um auf Alternativen umzusteigen. Noch ist unklar, wie diese Alternativen aussehen könnten.
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Julian M. Plutz
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