NIUS-Exklusiv: Jetzt schaltet sich die US-Regierung ein – AfD-Kandidat Paul im Weißen Haus zu Gast
Ein Beitrag von
In aller Stille hat AfD-Fraktionsvize Beatrix von Storch Kontakt zum Weißen Haus und der Administration von Donald Trump aufgenommen. Am Montag wurde die Berliner Abgeordnete gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten von Ludwigshafen, Joachim Paul, in Washington empfangen. NIUS war live dabei.
Die Kontrolle am Eisenhower-Building geht reibungslos über die Bühne. Am Seiteneingang des Weißen Hauses in der 17. Straße verschwinden AfD-Vizefraktionschefin Beatrix von Storch und der Ludwigshafener Oberbürgermeister-Kandidat Joachim Paul in der Sicherheitsschleuse und werden schon auf dem Weg zum nächsten Einlass von einem Mitarbeiter des State Department angesprochen. Man kennt von Storch und die seltsamen Vorgänge rund um die Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen.
Protokollarisch ist das eigentlich nicht die Ebene, mit der man sich im Weißen Haus befasst. Doch nachdem der Journalist Michael Shellenberger unlängst das Thema ausführlich vor laufenden Kameras abfragte, beschäftigen sich auch in den USA große Medien mit Ludwigshafen.
Lesen Sie auch: NIUS zeigt geheimes Gutachten: Deshalb darf AfD-Politiker nicht zur Bürgermeisterwahl antreten
„Was ist da eigentlich los in Deutschland?“
Das Interesse der Trump-Administration am Thema Meinungsfreiheit ist spätestens seit der Münchner Sicherheitskonferenz und der Rede von Vizepräsident J.D. Vance auf der Agenda. „Der größere Rahmen ist das mögliche AfD-Verbot“, sagt Paul nach dem Treffen zu NIUS. „Da ist der aussichtsreichste Kandidat der stärksten Partei in Ludwigshafen, der einfach aus der Wahl entfernt worden ist, natürlich für die Amerikaner ein sehr interessanter Vorgang.“ Motto: „Was ist da eigentlich los in Deutschland?“

Das Treffen fand im Eisenhower-Building statt.
Für Fraktionsvize Beatrix von Storch ist diese direkte Kontaktaufnahme an allen offiziellen Stellen der Bundesregierung vorbei der Anfang eines Prozesses für eine eigenständige Außenpolitik der AfD. Direkte Unterstützung für den Wahlkampf bekomme man selbstverständlich nicht aus den USA, sagt sie. Paul ist da zu einer Art Symbolfigur für die politische Wetterlage in Deutschland geworden. „Wir hatten mit dem Domestic Policy Council des Weißen Hauses, mit dem State Department, dem Office des VP und dem National Security Council zu tun“, erklärt von Storch im Anschluss gegenüber NIUS.

AfD-Politiker Joachim Paul
„Klarer Fokus auf den Interessen von Deutschland“
Ist die AfD also jetzt eine ganz klar transatlantische, Nato-unterstützende Partei geworden? Hier weicht von Storch aus. „Wir sind eine Partei mit einem ganz klaren Fokus auf den Interessen von Deutschland“, sagt sie im NIUS-Interview. „Gute Beziehungen zu den Vereinigten Staaten sind für uns ganz wichtig.“ Handel mit Russland sei allerdings auch wichtig, fügt sie hinzu. Auch dafür hätten die US-Gesprächspartner „großes Verständnis“ gezeigt.
Mehr NIUS: Ludwigshafen und der SPD-Machtkreislauf: Wie roter Filz den AfD-Kandidaten ausschaltete
Mehr NIUS:
Medienbericht: Ministerpräsident Voigt soll Holocaust-Gedenkrede mit KI geschrieben haben
Ein Nachmittag der Absurditäten: NIUS undercover beim Würmer-Parlament
Grüne verhandeln umstrittene Parteireform: Zu viel Macht für Funktionäre?
Die Schlacht der langen Männer
Wie Al Gores apokalyptische Doku die Welt in die Klima-Angst hypnotisierte
Weil er sich in einer ZDF-Doku kritisch äußerte: Bremen feuert Jobcenter-Mitarbeiter Fred Göcken
Sogar von Grünen kommt Kritik: Aufstand gegen NIUS-Zensur bei der BVG
Die wahre Putin-Partei ist die SPD
Mehr NIUS:
Die Schlacht der langen Männer
Wie Al Gores apokalyptische Doku die Welt in die Klima-Angst hypnotisierte
Weil er sich in einer ZDF-Doku kritisch äußerte: Bremen feuert Jobcenter-Mitarbeiter Fred Göcken
Sogar von Grünen kommt Kritik: Aufstand gegen NIUS-Zensur bei der BVG
Die wahre Putin-Partei ist die SPD
Warum die Politik den Majestätsbeleidigungsparagraphen gar nicht abschaffen will
CSU blamiert sich mit „Frohnleichnahm“-Doppelfehler: Krah wurde Fake vorgeworfen, doch er hatte recht
CDU sagt Präsidiumsklausur in Sachsen-Anhalt ab
Ralf Schuler
Artikel teilen
Kommentare