Spahn zur Kostenexplosion bei Energiewende: „Das grüne Märchen ist damit zu Ende erzählt!“
Die Kosten für die Energiewende explodieren: Allein der Netzausbau wird in den kommenden sechs Jahren bis zu 500 Milliarden Euro mehr verschlingen als bisher gedacht – das hat die Vize-Präsidentin der Bundesnetzagentur, Barbie Kornelia Haller, öffentlich gemacht. Auf die Bürger kommen horrende Stromrechnungen zu, eine vierköpfige Familie kann mit bis zu 800 Euro mehr pro Jahr rechnen.
CDU-Fraktionvize Jens Spahn rechnet gegenüber NIUS mit der Energiewende ab: „Das grüne Märchen ist damit zu Ende erzählt: Sonne und Wind schicken eben doch eine Rechnung.“
Damit nimmt Spahn die Wunschtraum-Behauptungen vieler grüner Politiker und von „Wissenschaftlern“ wie Claudia Kemfert auf die Schippe, die genau das behauptet hatten: dass Sonne und Wind keine Rechnung schickten, ergo der Strom durch die „Energiewende“ bald günstiger und irgendwann beinahe gratis werden würde.
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Richtig ist: Steht erstmal eine Windmühle oder ein Solarpanel, sind die Strom-Herstellungskosten nahezu 0 – vergessen wird dabei aber gerne, die komplette Umstellung des Stromnetzes, der Aufbau von Stromspeicher bei Flaute und das Vorhalten von Backup-Kraftwerke in die Rechnung miteinzubeziehen. Mit der Umschreibung „nicht mehr als eine Kugel Eis“ hatte Grünen-Urgestein und Jürgen Trittin die Kosten der „Energiewende“ heruntergespielt.

Grünen-Politiker Jürgen Trittin war von 1998 bis 2005 Bundesumweltminister und Vordenker der „Energiewende“.
Er konnte falscher kaum liegen. Allein in den kommenden sechs Jahren kommen auf Deutschland laut Bundesnetzagentur zwischen 550 und 750 Milliarden Euro allein für den Netzausbau zu – ohne Zubau von Wind und Sonne, ohne Zubau von Gaskraftwerke, ohne Netzsstabilisierungsmaßnahmen.
Spahn fordert wegen der explodierenden Kosten nun einen Sparplan der Ampel: „Die Systemkosten beim Ausbau der Erneuerbaren sind enorm und steigen wegen Lieferschwierigkeiten und Marktüberhitzung noch. Und Verbraucher und Wirtschaft zahlen über die Netzentgelte die Zeche. Der Ausbau erfordert neue Netze und das treibt die Gesamtkosten und damit den Strompreis nach oben. Die Ampel sollte dringend einen Sparplan für die Energiewende vorlegen.“
Wirtschaftsrat sieht 150 Milliarden Euro Einspar-Potenzial
Der Wirtschaftsrat der CDU nimmt Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) explizit in die Pflicht: „Strom muss für Industrie und private Verbraucher bezahlbar bleiben, daher können wir uns keine Goldrandlösungen leisten“, betont Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.
„Robert Habeck steht persönlich in der Pflicht, die von seinem Ministerium ausgehenden Maßnahmen, sowohl Ordnungsrecht, als auch Fördermaßnahmen, einem strikten Kostencontrolling zu unterziehen, denn am Schluss summieren sich alle Kosten beim gewerblichen und privaten Stromkunden. Die bereits einsetzende Deindustrialisierung Deutschlands aufgrund zu hoher Energiekosten muss sofort gestoppt werden“, ergänzt Wolfgang Steiger.

Wolfgang Steiger (links), Generalsekretär und Wirtschaftsrat der CDU, zusammen mit CDU-Parteichef Friedrich Merz, Astrid Hamer, der Präsidentin des Wirtschaftsrates der CDU, Julia Klöckner (CDU) und Christian Sewing, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bank, beim Festakt „60 Jahre Wirtschaftsrat“.
Steiger verweist auf Studien, die erhebliches Einsparpotential bei der Energiewende sehen. „Eine Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, ein etwas höherer Anteil von steuerbarer Leistung und ein Verzicht auf teure Erdverkabelung sind nur wenige Beispiele dafür, dass Deutschland seine Klimaziele auch deutlich preiswerter erreichen kann.“ So seien Einsparungen von bis zu 150 Milliarden Euro möglich.
Steiger warnt: „Eine Energiewende, die in Deutschland niemand mehr bezahlen kann, wird zwangsläufig scheitern, das kann auch Robert Habeck nicht wollen. Er muss in dieser Beziehung noch deutlich ehrgeiziger werden. Deshalb müssen wir künftig dahin kommen, die Kosten der Klimapolitik wie bei alle anderen Politikbereichen anhand von Kosten-Nutzen-Analysen zu evaluieren. Ebenso real wie die drohenden Schäden durch den Klimawandel, sind die Kosten ineffizienter und schlechter Maßnahmen verminderter Emissionen und sie treffen vor allem die Schwächsten.“
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