Südafrika-Politiker ruft zum Mord an weißen Bauern auf
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- Südafrikanischer Politiker Julius Malema ruft zum Mord an Buren und weißen Farmern auf
- Konservative Politiker in Südafrika sind entsetzt und erstatten Anzeige
- Das Auswärtige Amt verurteilt Rassismus, will zum konkreten Fall aber keine Stellung beziehen
Führende Politiker in Südafrika haben den Oppositionspolitiker Julius Malema nach seinen Mordaufrufen gegen Buren scharf kritisiert. Malema hatte am Wochenende in Johannesburg bei einem Treffen seiner Partei Economic Freedom Fighters (EFF) in Johannesburg das Lied „Kill the Boer, the farmer“ angestimmt und damit zum Töten von Buren und weißen Farmern aufgerufen.
Der Vorsitzende der liberalen Democratic Alliance, John Steenhuisen, warnte am Montag laut dem US-Sender Fox News: „Dieser Mann ist entschlossen, einen Bürgerkrieg anzuzetteln.“ Malema sei ein „blutrünstiger Tyrann“, der zum „Massenmord“ aufrufe. Seine Partei wolle eine Beschwerde beim UN-Menschenrechtsrat einreichen. Der Chef der konservativen Freedom Front Plus, Pieter Groenewald, erstattete bei der Polizei Anzeige gegen Julius Malema.
Die Bundesregierung hat sich zum konkreten Fall bislang nicht geäußert. Aus dem Auswärtigen Amt heißt es gegenüber NIUS: „Das Auswärtige Amt verurteilt jegliche rassistische Äußerungen sowie Gewaltaufrufe gegen Minderheiten, egal in welchem Land. Solche und andere Menschenrechtsthemen werden in der Diplomatie regelmäßig auch im Rahmen von vertraulichen bilateralen Gesprächen thematisiert.“
Auch der in Südafrika geborene Milliardär Elon Musk schaltete sich in die Debatte ein. Malema rufe zum Völkermord an weißen Menschen auf. Musk fragte, warum der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa nicht eingreife.
Die linksradikale Partei von Julius Malema hat sich nach dem Ende des Apartheidregimes in Südafrika zu einer der wichtigsten politischen Kräfte in Südafrika entwickelt und steht in den Umfragen derzeit bei rund 13 Prozent. Malema war ursprünglich im Afrikanischen Nationalkongress (ANC) aktiv, der Partei von Nelson Mandela. 2012 schloss die jetzige Regierungspartei ihn aus, nachdem er zum Sturz der Regierung des Nachbarlandes Botswana aufgerufen hatte. Ein Jahr später gründete der heute 42-Jährige die EFF als „Protestbewegung“. Mehrfach fiel er durch weißenfeindliche Äußerungen auf.
Zudem wurde Malema bereits in früheren Jahren wegen Hassrede angezeigt, da er das Lied „Kill the Boer“ schon öfter angestimmt hatte. Ein Gericht in Johannesburg stufte den Gesang jedoch als „keine Hassrede“ ein. Bei einer ähnlichen Kundgebung vor vier Jahren hatte Malema verkündet, er sei bereit, das politische System zu zerstören, um Gleichheit zu gewährleisten. „Weiße, alles, was wir wollen, ist, mit euch an einem Tisch zu sitzen und mit euch zu essen“, sagte er vor seinen Anhängern im Orlando-Stadion in Soweto. „Wenn ihr nicht wollt, dass wir mit euch am Tisch sitzen, dann haben wir keine andere Wahl, als den Tisch zu zerstören.“
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